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Korschenbroich: Türks zu altem Pfarrhaus: Das Bistum blockiert

Korschenbroich : Türks zu altem Pfarrhaus: Das Bistum blockiert

Um eine Lösung für das alte, langsam verfallende Pfarrhaus von St. Andreas zu finden, müsste das Bistum Aachen seine Haltung überdenken. Das findet der Vorsitzende des Ratsausschusses für Denkmalpflege und Stadtentwicklung, Hans-Willi Türks (CDU).

"Das Bistum blockiert die ganze Geschichte mit den Ansprüchen, die es stellt", sagt Türks — und meint damit die Renditeerwartungen, die das Bistum an eine Verwertung des seit Jahren leerstehenden Gebäudes knüpft. In der nächsten Sitzung des Planungs- und Denkmalausschusses möchte Türks das Thema Pfarrhaus ansprechen.

Für das 1858 errichtete Gebäude, das gemeinsam mit den umliegenden Häusern das Bild des Ortskerns prägt, sucht der Kirchenvorstand von Sankt Andreas seit Jahren nach einer neuen Nutzung. Er sucht nach einem Investor, der auf dem Grundstück des Hauses ein Altenheim errichtet. Am liebsten sähe es der Vorstand, der Investor würde zumindest die Fassade des Hauses stehenlassen, um das Erscheinungsbild des Kirchplatzes nicht zu verändern.

Der Stadtverwaltung liegt ein Antrag für eine Abrissgenehmigung vor. Sie will von Experten des Landschaftsverbands Rheinland geklärt wissen, ob das Haus denkmalwürdig sei. Würde es zum Denkmal erklärt, könnte es nicht abgerissen werden. Möglich ist auch, nur Teile des Gebäudes, etwa die Fassade, unter Denkmalschutz zu stellen.

"Das alte Pfarrhaus ist von größerer Bedeutung als der Hommelshof, über den es auch eine Denkmal-Diskussion gegeben hat", sagt Türks, "ich wäre froh, wenn wenigstens die Fassade erhalten bliebe." Die Möglichkeiten einzugreifen, sind nach Ansicht Türks beschränkt. Denn nicht die Stadt ist Eigentümer des Hauses, sondern die Kirche. Und wenn das Haus nicht denkmalwürdig sei, könne dem Eigentümer nach Recht und Gesetz ein Abriss nicht verboten werden.

(RP)