Korschenbroich: Steuer und Gebühren bleiben stabil

Korschenbroich: Steuer und Gebühren bleiben stabil

Die gute Nachricht nahm Bürgermeister Marc Venten vorweg: "2018 gibt es keine Steuererhöhungen", erklärte er im Rahmen der Jahrespressekonferenz im Rathaus. Dabei zielte er insbesondere auf die Grundsteuer B ab, deren Erhöhung zuletzt immer wieder im Gespräch gewesen war.

Darüber hinaus setzt sie darauf, mehr Gewerbesteuern einzunehmen. Dafür plant die Stadt ein neues Gewerbegebiet mit dem Namen Glehner Heide II, das sich zwischen der B 230 und der L 361 erstreckt und unmittelbar an das Gewerbegebiet Glehner Heide I anschließt. Das neue Gebiet ist 13,5 Hektar groß, wovon neun Hektar überplant werden. Die Nähe zur Autobahn sei gut, betonte der Bürgermeister, lediglich die Busverbindung lasse zu wünschen übrig.

Doch auch hier ist die Stadtverwaltung aktiv: "Wir haben uns schon an den Rhein-Kreis Neuss gewandt, um eine bessere ÖPNV-Anbindung zu erreichen." In der Glehner Heide I steht noch ein Grundstück zum Verkauf, nachdem im Jahr 2017 sieben Kaufverträge abgeschlossen wurden. "Unser Konzept für die Glehner Heide II sieht vor, kleine Grundstücke anzubieten. Diese werden von Unternehmen verstärkt nachgefragt", sagte Venten und zeigte sich zuversichtlich, das neue Gewerbegebiet zügig vermarkten zu können. Dabei scheint ihm das Mittelstandsbarometer für den Rhein-Kreis Neuss Recht zu geben.

Nach dieser jährlich vom Rhein-Kreis Neuss, der Sparkasse Neuss und der Firma Creditreform herausgegebenen Studie liegt der Geschäftsklima-Index in Korschenbroich deutlich über dem Wert des Rhein-Kreises Neuss. "95 Prozent der hier angesiedelten Unternehmen würden uns weiterempfehlen", betonte Venten. Damit das auch so bleibt, plant Wirtschaftsförderer Patrick Gorzelanczyk, die Unternehmer verstärkt zu vernetzen, und das branchenübergreifend. Damit möchte er sowohl neue als auch alteingesessene Unternehmen erreichen. "Wir werden wiederkehrende Foren einrichten, um Netzwerke zu bilden", versprach er.

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Der Breitbandausbau bleibt 2018 ebenfalls ein Thema in Korschenbroich. "Alle Gewerbegebiete erhalten einen echten Glasfaseranschluss", sagte Venten. Auch alle Schulen sowie 27 weitere städtische Gebäude bekommen einen Glasfaseranschluss.

Für den Breitbandausbau erhält Korschenbroich vom Land Nordrhein-Westfalen Fördergelder in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Für die Privathaushalte sieht es schlechter aus: Hier gibt es teilweise nur einen VDSL-Anschluss.

(NGZ)