Korschenbroich: Stadtwerk: Stadt prüft Wirtschaftlichkeit

Korschenbroich: Stadtwerk: Stadt prüft Wirtschaftlichkeit

Die bisherigen Verträge neu verhandeln und verlängern oder eigene Stadtwerke gründen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Hauptausschuss des Stadtrates in seiner gestrigen Sitzung. Die Stromkonzessionsverträge der Stadt Korschenbroich mit der NVV und RWE laufen Ende 2012 aus.

In diesem Jahr muss die Stadt eine Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll. Die von Bürgermeister Heinz Josef Dick beauftragte Beratungsgesellschaft Rödl und Partner stellte den Mitgliedern des Hauptausschusses gestern Abend vier Handlungsoptionen vor.

Vier Optionen

  • Korschenbroich : Stadtwerk — die NVV hätte Lust

Option eins sieht eine Übernahme des Stromnetzes durch die Stadt Korschenbroich in Eigenregie vor. Da die Stadt selbst keinen Strom produziert, lautet Option zwei, das Stromnetz zusammen mit einem Partner zu übernehmen, der die Energie liefert. Als dritte Option nannte die Beratungsgesellschaft die Möglichkeit, das Stromnetz zu übernehmen und an einen Partner zu verpachten. Zuletzt bliebe die Möglichkeit, die Kontrakte zu verlängern oder mit anderen Verträge abzuschließen. Zusätzliche Einnahmen für den Haushalt, mehr lokale Arbeitsplätze und mehr Wettbewerb auf dem lokalen Energiemarkt hätte die Übernahme eines Netztes durch die Stadt Korschenbroich zur Folge.

Mit der Idee, die Stromversorgung über ein eigenes Stadwerk abzuwickeln beschäftigt sich Bürgermeister Heinz Josef Dick schon länger: Bereits in der letzten Sitzung des neu gewählten Rates hatte er die Politiker dazu aufgefordert darüber nachzudenken, ob sich Korschenbroicher Stadtwerke lohnen. "Option eins ist definitiv nicht durchführbar", sagte Heinz Josef Dick nach dem Vortrag. Die Optionen zwei bis vier müsse man im nächsten Schritt auf ihre Wirtschaftlichkeit prüfen. "Die erste Frage muss lauten, ob sich das Vorhaben für die Stadt rechnet", fügte Albert Richter (SPD) hinzu. Dick: "Das ist ein sehr komplexes Thema." Sobald eine Wirtschaftlichkeitsanalyse vorliege, habe man eine fundierte Diskussionsgrundlage.

(RP)