Korschenbroich: Stadt muss weitere Kita-Plätze schaffen

Korschenbroich: Stadt muss weitere Kita-Plätze schaffen

Stadt steht vor gewaltiger Herausforderung. Der Bauausschuss befasste sich jetzt mit geplanten Erweiterungen in Glehn und Kleinenbroich.

Wie groß der Druck auf die Stadt ist, weitere Kita-Plätze zu schaffen, wurde jetzt im Bauausschuss deutlich: Merle Engelhard vom Gebäudemanagement stellte die Entwurfsplanungen für eine Erweiterung der Kita an der Schulstraße in Glehn und der Kindertagesstätte Josef-Thory-Straße in Kleinenbroich vor. Derzeit existieren nur die Baupläne, zum Kindergartenjahr 2018/2019, also im Spätsommer, sollen die Anbauten bereits genutzt werden können - ein äußerst ambitioniertes Ziel.

"Es kommt eine ganze Menge Arbeit auf Sie zu, das ist eine gewaltige Herausforderung", sagte Paul Jahny (SPD). Der Stadt fällt es tatsächlich nicht leicht, den gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz gewährleisten zu können. "Alles ist ganz knapp auf Kante genäht, wir laufen nicht, wir rennen", erklärte Dezernent Georg Onkelbach. Schadenersatz an die Eltern, deren Nachwuchs keinen gesetzlich zugesicherten Kindergartenplatz bekam oder ganz schnell bauen, vor dieser Herausforderung stehe die Stadt. "Wir haben zum Glück tolle Mitarbeiter", sagte Georg Onkelbach. Er habe aber ständig Angst vor möglichen Abwerbungen.

Bürgermeister Marc Venten erklärte: "Die Überbelegungsplätze in den Kitas sind alle ausgereizt, wir kommen nicht dazu, sie abzubauen." Die Zahl der erforderlichen Kita-Plätze müsse dauernd nach oben korrigiert werden. "Wir können dem nur hinterherlaufen."

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Venten betonte, dass es bislang gelungen sei, jedem Kind einen Platz in einer Kindertagesstätte zu bieten - das hätten längst nicht alle Gemeinden geschafft. Eine weitere Herausforderung, auf die der Bürgermeister aufmerksam machte: "Es ist momentan irrsinnig schwer, geeignetes Kita-Personal zu finden, der Markt ist leer gefegt."

An die Kindertageseinrichtung Schulstraße in Glehn wird angebaut, und zwar Richtung Jüchener Bach. Es soll Platz geschaffen werden für zwei zusätzliche Gruppen für Kinder über, aber auch unter drei Jahren. Bei dem Anbau wird auf Barrierefreiheit geachtet. Höhenunterschiede werden mit Rampen ausgeglichen. Er wird auf einer Stahlbetonplatte in Holzrahmen- oder Massivbauweise errichtet. Merle Engelhard erklärte, dass der Anbau während des laufenden Betriebs errichtet werde, dass man sich für die wirtschaftlichste und zeitsparendste Lösung entschieden habe und dass der Anbau an das vorhandene Gebäude angeglichen werde. "Gut gemacht", lobte Renate Erhart (CDU). Und sie gab zu bedenken, dass jetzt alle Erweiterungsmöglichkeiten auf diesem Standort ausgereizt seien.

In Kleinenbroich wird die Kita Josef-Thory-Straße um eine auf insgesamt fünf Gruppen erweitert. Außerdem wird Platz geschaffen für einen neuen Personalraum, weil der alte zu klein geworden ist. Auch ein Behinderten-WC ist geplant, ebenso die komplette Barrierefreiheit. "Erstmals soll dort eine integrative U-3-Gruppe eingerichtet werden", erklärte Merle Engelhard. Im Rahmen der Baumaßnahme wird ein weiterer Zugang über die Eifelstraße mit zusätzlichen Parkplätzen angelegt. "Damit das Blech von der Straße kommt, werden abends und nachts auch Anwohner dort parken dürfen", sagte Georg Onkelbach.

(NGZ)