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Korschenbroich: Stadt ließ in den Ferien arbeiten

Korschenbroich : Stadt ließ in den Ferien arbeiten

Räume im Gymnasium aufpoliert und feuchte Mauern an der Andreas-Grundschule trockengelegt: Während der Ferien hat Korschenbroich die Bauarbeiter rangelassen. Allein 203 000 Euro flossen in die alte Glehner Turnhalle.

Die Leitung des Korschenbroicher Gymnasiums muss sich noch ein wenig gedulden, bis sie in ihrem Verwaltungstrakt über neue Nadelvlies-Auslegeware schreiten kann. Doch im Gebäudeteil E liegt der neue Teppich schon. Denn das Gymnasium gehört zu den öffentlichen Gebäuden, welche die Stadt während der Ferien für einige Hunderttausend Euro renovieren ließ.

In dem Gymnasiums-Trakt, der früher Hauptschule war, werden für gut 50 000 Euro Fachräume in Klassenzimmer verwandelt. Das sorgt nicht nur für eine bessere Lernumgebung. Wenn dieser Trakt hergerichtet ist, kann das Gymnasium endgültig auf den alten A-Trakt verzichten. Und den möchte Bürgermeister Heinz Josef Dick gerne zu einem Technischen Rathaus umgebaut sehen. In den Herbstferien sollen die Arbeiten beendet werden, und dann wird auch der 25 Jahre alte Bodenbelag im Verwaltungstrakt ausgetauscht.

Der Löwenanteil der Ausgaben für die Ferien-Baustellen wird aus dem Konjunkturpaket des Bundes finanziert. Im Fall der alten Turnhalle in Glehn bedeutet das beispielsweise: Von den 203 000 Euro, die eine Dach- und Fassadensanierung und der Einbau wärmedämmender Kunststofffenster kosten, bezahlt der Bund 75 Prozent. Stadt und Land teilen sich die restlichen 25 Prozent der Summe. Langfristig hofft die Stadt, mit der Ausgabe auch zu sparen. Denn nach der Sanierung verbraucht die Halle gut 22 Prozent weniger Energie.

Städtebaulich findet Bürgermeister Heinz Josef Dick die Aktion auch gelungen. Denn sie macht die Halle auch ansehnlicher für die Häuslebauer, die sich auf einer angrenzenden Fläche ansiedeln werden. Das Gelände war früher Pausenhof des Glehner Schulzentrums, das aufgrund sinkender Schülerzahlen nicht mehr in dieser Größenordnung benötigt, aufgeteilt und so städtebaulich neu geordnet wurde.

Über ein renoviertes Haus können sich die Jungen und Mädchen der St.-Andreas-Grundschule allerdings erst nach den Herbstferien freuen. Die Entwässerungsanlage der Steildachkonstruktion ist undicht. Daher dringt Wasser ins Mauerwerk, so Michael Deprez vom städtischen Gebäudemanagement.

Die Sanierung bereitet er derzeit vor. Für gut 70 000 Euro soll die Arbeit im Herbst erledigt werden. Abgeschlossen ist hingegen die Sanierung des undichten Flachdachs an der Zweifachsporthalle. Kosten: 45 000 Euro. Dafür gab's auch hier eine bessere Dämmung.

(RP)