Stadt Korschenbroich erhält erneut Geld für Sportstätten

Drei neue Kleinspielfelder für Korschenbroich : Stadt erhält erneut Geld für Sportstätten

Korschenbroich darf sich über weitere gut 1,6 Millionen Euro aus einem Förderprogramm des Bundes freuen. Dafür sollen im Stadtgebiet drei neue Kleinspielfelder sowie am Hallenbad eine attraktive Außenanlage gebaut werden.

Drei neue Kleinspielfelder in Glehn, Kleinenbroich und Herrenshoff sowie eine ansprechende Außenanlage für das Hallenbad Korschenbroich, Kosten insgesamt 1,8 Millionen Euro, und davon fördert der Bund 90 Prozent: Diese Nachricht konnte Bürgermeister Marc Venten jetzt dem Stadtrat verkünden. Denn erneut war es der Stadt gelungen, Geld vom Bund für die Sanierung von Sportstätten zu bekommen. Bereits im vergangenen Jahr war das Waldstadion mit Bundesmitteln ausgebaut und modernisiert worden. „Es war, ehrlich gesagt, für uns überraschend, dass wir noch einmmal zum Zuge kommen und dass dann alle Maßnahmen, die wir angemeldet haben, auch gefördert werden“, sagte der Bürgermeister kurz vor der Ratssitzung bei einem Ortstermin am Hallenbad.

Der Projektaufruf des Bundes war im vergangenen Sommer gekommen. „Wir haben uns dann zusammengesetzt und die Anträge entwickelt“, sagte Venten. Korschenbroich gehörte zu mehr als 1300 Kommunen, die sich für das Förderprogramm bewarben. „Wir dachten nicht, dass wir Chancen haben, nachdem wir gerade Fördergeld in Höhe von anderthalb Millionen Euro für das Waldstadion bekommen hatten.“ Doch bei den 186 Projekten, die zur Förderung ausgewählt wurden, ist nun auch Korschenbroich wieder dabei. „Wir werden jetzt in die Lage versetzt, in jedem größeren Ort ein Kleinspielfeld für Kinder und Jugendliche anzubieten, wo verschiedene Sportarten betrieben werden können“, sagte Venten. In Kleinenbroich soll das Spielfeld direkt neben der Hauptschule eingerichtet werden, in Glehn an der Johannes-Büchner-Straße neben dem Sportplatz und in Herrenshoff nahe der Grundschule auf dem Platz, den bisher der inzwischen aufgelöste SV Myllendonk genutzt hatte.

Die Stadt will mit dem Kleinspielfeld in Glehn starten und danach erst einmal die Außenanlage des Hallenbades angehen. Dass dort etwas geschehen musste, war schon seit geraumer Zeit klar, denn das Gelände liegt brach. So liefen die Planungen zur Sanierung bereits, bevor klar war, dass wieder Fördergeld kommen wird. „Wir werden ein großes Becken in T-Form mit einer Tiefe von 65 Zentimetern bis 1,30 Meter bauen, außerdem eine Rutsche, einen Wasserpilz, einen Wasserspielplatz und ein Kleinkinderbecken“, sagte Beigeordneter Georg Onkelbach. Hinzu kommen Flächen für eine Außengastronomie sowie Liegewiesen.

Für den Bürgermeister und seinen Chefplaner ist es wichtig, dass eine Stadt, die um junge Familien und Kinder wirbt, auch die entsprechenden Angebote machen kann. „Mit diesen vier Maßnahmen steigern wir die Attraktivität des Standortes Korschenbroich ganz enorm“, sagte Venten. Was die Umsetzung angeht, so gibt es noch keinen genauen Zeitplan. „Das kommt jetzt noch zu unseren anderen Aufgaben wie Kindergärten bauen, offene Ganztagsschule einrichten und vieles mehr hinzu. Wir müssen es mit dem gleichen Personal machen. Das wird enorm sportlich“, sagte der Bürgermeister. „Einerseits freuen wir uns, dass wir das Fördergeld bekommen, andererseits müssen wir uns jetzt anstrengen, dass wir es umgesetzt bekommen.“ Nach der ursprünglichen Planung sollte das Glehner Spielfeld in diesem Jahr eingerichtet werden, die anderen beiden im Jahr 2021. Das Außengelände sollte 2020 saniert werden. „Das wird sich wahrscheinlich etwas verschieben“, sagte Venten. „Aber in den nächsten dreieinhalb bis vier Jahren wird alles realisiert.“

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