Korschenbroich: Stadt fehlen 1,2 Millionen in der Kasse

Korschenbroich: Stadt fehlen 1,2 Millionen in der Kasse

Mit den Stimmen von CDU und SPD passierte am Dienstagabend der Haushaltsentwurf für 2014 den Stadtrat. Sie wollen den "guten Weg" fortsetzen. FDP und Grüne kritisieren die Stadtwerke-Pläne. Die Aktive vermisst weitere Sparbemühungen.

Wer sich auf eine trockene, sachliche Ratssitzung mit nüchternem Zahlenwerk eingestellt hatte, wurde am Dienstagabend überrascht. Die Ratssitzung war nicht nur lang: Der öffentliche Teil endete nach knapp vier Stunden. Die Sitzung war auch sehr bewegt — mehr als 70 Väter und Mütter warben für den Erhalt der Kindertagesstätte Pestalozzistraße in städtischer Trägerschaft. Zudem ließen die Fraktionsvertreter keine Möglichkeit aus, ihre Ratsarbeit ins rechte Licht zu rücken. Der Erfolg hat bekanntliche viele Väter, das wurde in mehr als 70 Minuten Haushaltsreden deutlich. Ob Peter Berger (CDU), der für den erkrankten Marc Venten ans Mikro trat, Paul Jahny (SPD), Hanns-Lothar Endell (Aktive) oder Wolfgang Houben (Grüne), alle wussten von eigenen Erfolgen und Misserfolgen der anderen Ratsfraktionen ausführlich zu berichten. Und selbst Bernd Makowiak (Ultra Linke Liste), der sich in Schwarzmalerei mehrfach übertraf und schon den Sparkommissar der Bezirksregierung im Korschenbroicher Rathaus hantieren sah, schloss sich bei der Abstimmung dem Bündnis von CDU/SPD an. Der Ratsvertreter ohne Fraktionsstatus stimmte für den Haushaltsentwurf 2014. Noch mehr Einigkeit gab's bei der Fortschreibung des Haushaltssanierungsplanes. Der Plan wurde lediglich von FDP und Bündnisgrünen abgelehnt.

Neben den Kita-Plänen stand immer wieder das Thema Stadtwerke in der Kritik. Houben machte das Abstimmungsverhalten seiner Fraktion beim Haushalt davon abhängig. Sein Versuch, die Verwaltung möge über das Thema eigene Stromversorgung im öffentlichen Teil der Ratssitzung informieren, wurde mit Mehrheit abgelehnt. Zuvor hatte Stadtkämmerer Bernd Dieter Schultze davon "dringend abgeraten": Wir sprechen hier über Vereinbarungen mit einem Partner, die noch nicht alle Gremien passiert haben." Bereits im Hauptausschuss hatten CDU/SPD den Weg für die Stadt als stiller Stadtwerke-Teilhaber freigemacht. Ein neuer Konsortialvertrag wurde durchgesetzt. Das war am DIenstagabend nicht anders.

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