Korschenbroich: Schuhversand startet mit Verzögerung

Korschenbroich: Schuhversand startet mit Verzögerung

Achim Hasler aus Mönchengladbach investierte 1,5 Millionen Euro in der Glehner Heide. Im Februar wollte er mit seinem Schuh-Versandhandel umsiedeln. Wegen fehlender Glasfaserleitungen drohte das Projekt jedoch zu scheitern.

Eigentlich wollte Achim Hasler im Februar mit seinem Schuhversand von Giesenkirchen ins Korschenbroicher Gewerbegebiet "Glehner Heide" umziehen. Doch dann kam alles anders. Eine fehlende Glasfaserverbindung zu seinem Grundstück machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Weil auf dem Gelände eine brauchbare Internetleitung für den Online-Schuhhandel fehlte, verzögerte sich der geplante Umzug um fünf Monate. Mittlerweile konnte das Familienunternehmen den Betrieb schließlich aufnehmen.

"Einer der Hauptgründe, unseren Schuhversand nach Korschenbroich zu verlegen, war das Versprechen, dass wir vor Ort Glasfaser haben", erzählt Achim Hasler. Was der Unternehmer nicht wusste: Die Glasfaserverbindung reichte nicht bis zu seinem Grundstück. Der Glasfaserverteilerkasten steht zwar im Gewerbegebiet, doch die Kabel, die von dort aus verlegt wurden, waren einfache Kupferkabel. "Anstatt einer schnellen Glasfaserverbindung stand uns nur eine 50.000er V-DSL-Leitung zur Verfügung. Für unseren Online-Shop definitiv zu wenig", sagt der 51 Jahre alte Unternehmer. Das Projekt drohte zu scheitern.

Hinzu kam, dass nach Auskunft von Achim Hasler die Firma mit der Deutschen Telekom keine für beide Seiten adäquate Lösung finden konnte. Doch die Familie hatte Glück im Unglück. Der Vermieter der Lagerhalle in Giesenkirchen vertröstete den Nachmieter, so dass der Online-Handel vorerst in Mönchengladbach weitergeführt werden konnte. An Ostern meldete sich schließlich die Deutsche Glasfaser bei den Haslers und versprach, die benötigte Glasfaserleitung bis Juli zu realisieren. "Wir waren so froh, als wir im Juli das Okay bekamen und die Technik sofort funktionierte", sagt Vera Hasler. In einer Rekordzeit von anderthalb Tagen meisterte die Familie mit Mitarbeitern und vielen ehrenamtlichen Helfern den Umzug von Giesenkirchen nach Korschenbroich. Doch damit nicht genug. Für Familie Hasler ergab sich zeitgleich die Möglichkeit, ein Ladenlokal am Matthias-Hoeren-Platz anzumieten. Acht Tage brauchten Achim und Vera Hasler sowie Tochter Karina, das 80 Quadratmeter große Geschäft für die Eröffnung vorzubereiten. Es ist der zweite stationäre Store, den das Familienunternehmen betreibt. "Während der ganzen Zeit sind wir vorbildlich von der Stadt Korschenbroich und Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem unterstützt worden", betont Vera Hasler.

Jetzt gilt es, die Büroräume gemütlich einzurichten sowie die moderne und 1000 Quadratmeter große Lager- und Versandhalle weiter mit Ware zu bestücken. 40.000 Paar Schuhe fasst die Halle maximal. Damit sind je nach Saison 1500 bis 1800 verschiedene Modelle ab Lager verfügbar. Die beiden stationären Shops in Korschenbroich und Giesenkirchen profitieren ebenfalls davon. So sind die neusten Modelle stets in allen Schuhgrößen vorrätig.

(NGZ)