Schützenfest in Steinforth-Rubbelrath

Steinforth-Rubbelrath feiert : Im Doppeldorf wird Schützenfest gefeiert

Mario Esser (24) ist der jüngste König der Steinforth-Rubbelrather Sebastianus-Bruderschaft.

(cka) Gute Stimmung herrschte am Wochenende im Doppeldorf Steinforth-Rubbelrath: Die Schützen der St.-Sebastianus-Bruderschaft feierten den Start in ihr Schützenfest.

Das Fest dürfte in die Geschichte eingehen: Mit dem 24-jährigen Mario Esser steht der jüngste König aller Zeiten im Mittelpunkt der Feierlichkeiten – gemeinsam mit seiner Freundin Raphaela Sieben (25). „Ich bin in der Bruderschaft großgeworden. Es ist ein absoluter Gänsehaut-Moment, jetzt die Paraden abzunehmen“, erzählt Esser, für den damit ein Kindheitstraum in Erfüllung geht. Rund 170 aktive Schützen beteiligen sich an den Paraden, dazukommen zahlreiche Musiker. Bei gerade einmal 660 Einwohnern, die das Doppeldorf zählt, ist der Anteil der Schützen prozentual gesehen sehr hoch. Manch einer spricht mit einem Augenzwinkern gar vom „größten Schützenfest am Niederrhein“.

Noch bis Dienstag wird in Steinforth-Rubbelrath kräftig gefeiert. Doch bereits am Wochenende gab es eine Reihe von Höhepunkten, zu denen auch drei besondere Ehrungen zählten: Kurt Maczuk wurde mit dem St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet. Die Schützen würdigten damit seinen Einsatz im Vorstand, zuletzt als Kassierer. Er war so lange im Vorstand aktiv, wie König Mario Esser alt ist: 24 Jahre. Ehrenpräsident Willi Keßel sowie Ehrenoberst Friedhelm Hinz wurden jeweils für ihr Engagement im Schützenwesen und für ihren Einsatz im Dorf mit dem Schulterband zum Ehrenkreuz der St.-Sebastianus-Bruderschaft ausgezeichnet. Darüber hinaus ehrt das Regiment dieses Jahr Franz Kessel für seine 65-jährige Mitgliedschaft.

Kassierer Klaus Schmitz, Schriftführer Christopher Papadopoulos und Geschäftsführer Uli Schmitz zufolge verlief der Start des Schützenfestes reibungslos – bei gutem Wetter konnten Festmesse, Zapfenstreich und Paraden zum Festauftakt wie geplant stattfinden. Dabei marschierten die Schützen auch an der alten Schule in Steinforth vorbei, wo König Esser seine Residenz hat. „Ich möchte mich vor allem bei meinen Zugkameraden für die Unterstützung bedanken“, betont das Mitglied des Zuges „Janz wat Feines“, an den auch eine Frauengruppe „Janz feine Weiber“ andockt – einer von stolzen 14 Klompenzügen, die ihre Holzschuhe am Montag ab 11 Uhr beim Klompenball zeigen. Es folgt der Königsvogelschuss. Es gibt mindestens einen Bewerber. Für 17.15 Uhr sind weitere Paraden geplant, anschließend wird im Festzelt zur Musik von „Farbton“ getanzt. Nach der Parade am Dienstagabend klingt das Fest ab 19 Uhr beim Ball mit Krönung des neuen Königs aus. Für Musik sorgt dann die Gruppe „Klangstadt“.

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