Schützenfest in Liedberg: Königszug „Weg frei“ ist ein Garant für gute Laune

Schützenfest : Liedbergs Königszug „Weg frei“ ist ein Garant für gute Laune

König Tobias Ramrath hatte den Song „Was für eine geile Zeit“ von Ben Zucker zu seiner Hymne auserkoren.

Phil Jansen ist 14 Jahre alt. Er wollte Jahr unbedingt gemeinsam mit seinem Vater Harald im Königszug „Weg frei“ marschieren. Nach langer Suche wurde bei einem Verleih in Willich die passende blaue Uniform in Größe 152 gefunden. Phil steht stellvertretend für viele andere junge Menschen, die sich für das Schützenwesen begeistern.

König Tobias Ramrath und sein Zug haben den Song „Was für eine geile Zeit“ von Ben Zucker zu ihrer Hymne auserkoren. Am Samstagabend musste die Band Farbton diesen Ohrwurm immer wieder spielen. Weg frei, der Königszug, ist mit 16 Aktiven der größte Zug im Liedberger Regiment. Von ihm geht zurzeit eine große Strahlkraft aus, weil man merkt, dass seine Mitglieder einschließlich ihrer Frauen voll und ganz in der Rolle des Königszugs aufgehen.

König Tobias Ramrath mutet seinen Schützen aber auch einiges zu: Seine Residenz liegt an der äußersten Grenze von Drölsholz, ganz dicht an Pesch, was einen ungewöhnlich langen 25-minütigen Marsch zur Folge hat. Sicherheitshalber haben sich die Mitglieder des Königszuges mit 16 blauen Regenschirmen ausgestattet, weil sich schon sehr früh abzeichnete, dass Tobias Ramrath nicht als Sonnenkönig in die Bruderschafts-Geschichte eingehen wird. Trotzdem sagt er, seine hohen Erwartungen seien noch übertroffen worden.

Worüber sich Präsident Wolfgang Brings besonders freut: „Wir haben einen neuen Zug, er heißt Glückspilse und besteht aus 16- und 17-jährigen Jungs.“ Außerdem gibt es wieder einen Pagenzug mit sechs- bis zehnjährigen Jungs. Das Schützenfest hält natürlich immer wieder auch besinnliche Momente bereit: So wurden gestern nach dem Festhochamt der Gefallenen auf dem alten Friedhof gedacht. Den hatten zuvor die Schützenbrüder Paul Schu und Hermann-Josef Strerath in Ordnung gebracht.

Nach Parade und Festzug kam es zu einem Zwischenfall: Am Festzelt brach ein Pferd zusammen. Die Ursache waren wohl Kreislaufprobleme. Das Tier bekam Wasser und konnte nach einiger Zeit wieder aufstehen und in den Stall gebracht werden.

Der Schützenfest-Montag beginnt um 11 Uhr mit dem Hochamt, ab 12 Uhr wird dann der Klompenball mit der Prämierung der besten Klompen im Festzelt gefeiert. Am Dienstag steht um 16.40 Uhr der Königsvogelschuss auf dem Programm. Wolfgang Brings ist froh, dass bereits drei Schützen ihr Interesse bekundet haben – alles andere als eine Selbstverständlichkeit bei rund 230 Schützen.

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