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Korschenbroich: Schützen stiften Papstbank

Korschenbroich : Schützen stiften Papstbank

Sie wiegt drei Zentner, ist fünf Meter lang und bietet Platz für zehn Gläubige: Auf dem Korschenbroicher Kirchplatz steht seit einigen Tagen eine sogenannte Papstbank.

Das gewichtige Sitzmöbel kommt aus Freiburg, war dort im September bei der Papstmesse auf dem Flughafen Sitzgelegenheit und ist eine Stiftung der Korschenbroicher Schützen. Bezirksbundesmeister Horst Thoren, selbst in Freiburg dabei, hatte die Idee, konnte Pfarrer Frank Josef van de Rieth überzeugen und die beiden Bruderschaftspräsidenten Peter Schlösser (Sebastianer) und Andreas van de Kraan (Katharina-Junggesellen) als Mitstreiter gewinnen.

Die Papstbank mit der Nummer 1892 ist für Thoren ein Beitrag zur Mission, wie sie Benedikt XVI. bei seinem Deutschlandbesuch eingefordert hat. Horst Thoren sieht in der Bank die "Einladung, an der Kirche Platz zu nehmen und durch die räumliche Nähe vielleicht auch den Weg ins Gotteshaus zu finden".

Die Nummer 1892 (insgesamt 5000 Bänke wurden für die Papstmesse aus Fichtenholz gezimmert) hat Bezug zur Korschenbroicher Kirchengeschichte. Die neugotische Sankt-Andreas-Kirche, Nachfolgebau eines im 19. Jahrhundert zu klein gewordenen Gotteshauses aus dem Jahre 1450, wurde 1892 geweiht.

Die Paspstbank steht am Seitenportal, soll noch einen wetterfesten Anstrich und eine feste Stahlhalterung erhalten, damit die Sitzgelegenheit auf lange Zeit Treffpunkt sein kann. Zum Probesitzen trafen sich jetzt Ideengeber Horst Thoren, Sebastianer-Präsident Peter Schlösser, Alt-Pfarrer Alois Müller und der stellvertretende Bürgermeister Hans-Willi Türks.

(RP)