Regionalwettbewerb Jugend musiziert in Korschenbroich und Grevenbroich

Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Korschenbroich und Grevenbroich : Junge Musiker kommen groß raus

Der 56. Regionalwettbewerb im Rhein-Kreis Neuss fand in Korschenbroich und Grevenbroich statt.

An Lebensjahren sind Lara Hansmann, Marlon Thüer und Valentin Bones noch jung. Doch beim großen Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ zählen die drei Korschenbroicher zu den „alten Hasen“. Sie überzeugten beim Regionalwettbewerb in der Kategorie Klavier-Kammermusik im Zusammenspiel von Violine, Horn und Klavier und sicherten sich die Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Sollten sie von da den Sprung zum Bundeswettbewerb schaffen, wäre es für einen jeden von ihnen nicht das erste Mal, allerdings eine Premiere in dieser Trio-Besetzung.

Wie auch ihre Korschenbroicher Mitstreiter Jasmin Lessmann, Marielle Fahrhat, Franca Stappen, Emma Sendler, Sebastian Faber und Lutz Schlang zählen die Jugendlichen zu 180 Musikschülern, die beim 56. Wettbewerb im Rhein-Kreis Neuss ihr Bestes gaben. Im Vier-Jahresrhythmus der kommunalen Musikschulen Neuss, Dormagen, Meerbusch und Rhein-Kreis-Neuss fand das Wertungsspiel in Korschenbroich und Grevenbroich statt. Gewertet wurde in den Kategorien Streichinstrumente, Gesang solo, Klavier und ein Blasinstrument, Klavier-Kammermusik und Zupfensemble. Der Vorspielort wurde nicht nach Wohnort, sondern nach Kategorie zugeteilt. So hatte Lara Hansmann ihr Geigensolo, für das sie mit der Höchstbewertung von 25 Punkten ausgezeichnet wurde, im GyKo und den Trio-Part in Grevenbroich.

Regionalausschussvorsitzender Leonard Gincberg und seine Mitstreiter hatten im Vorfeld eine Herkulesaufgabe zu stemmen, um unter anderem genügend Vorspielstationen und Übungsräume vorzubereiten. So wurden Aula, Ratssaal und Alte Schule sowie die Kreismusikschule Grevenbroich zu Epizentren des Wettbewerbs. Logistischer Treffpunkt für Absprachen in Korschenbroich war das Foyer des Gymnasiums. Die meisten Wettbewerbsteilnehmer kamen in Begleitung einer Entourage aus Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden. Doch auch nicht unmittelbar Betroffene nutzten das Angebot, den Vorspielen zuzuhören.

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Musikschulleiterin Ruth Braun-Sauerwein ist überzeugt, dass die Raumgröße keinen Einfluss auf die Wettbewerbsbedingungen hat, sondern allenfalls auf die Zuschauersituation. Schließlich wirken die kleineren Orte viel schneller gefüllt als die große Aula. Lara sieht das ebenso, auch wenn sie zugibt, beim Wertungsspiel immer noch aufgeregt zu sein. „Die Vorbereitungsphase ist für mich der schönste Teil des Wettbewerbs“, sagt die 17-Jähige, die nun auch beim Landeswettbeerb mit Solo und Ensemblespiel doppelt gefordert sein wird.

Dort könnte sie auf Jasmin Lessmann, Franca Stappen und weitere Korschenbroicher Musikschüler treffen, die sich auch für die nächste Stufe qualifizierten. Gincberg und Braun-Sauerwein freuen sich natürlich über solche Erfolge. Doch ihnen geht es nicht nur darum. Mindestens ebenso hoch schätzen sie die Freude am Musizieren und den Entwicklungsschub, den die Wettbewerbssituation für die Teilnehmer mit sich bringt. „Für mich ist am schönsten zu sehen, welche großen Fortschritte die Schüler dann in kürzester Zeit machen“, so Gincberg.

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