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Korschenbroich: Pumpen sind bald startklar

Korschenbroich : Pumpen sind bald startklar

Trotz Verzögerungen bei den Arbeiten am Raderbroicher Brunnen sollen die Grundwasserpumpen in Korschenbroich ab 1. Dezember laufen können. Zuvor wird der Zustand von Häusern in der Nähe der Brunnen dokumentiert.

Der Erftverband ist optimistisch: "Wir sind auf der Zielgeraden", teilte Stefan Simon, Leiter der Grundwasserabteilung des Erftverbands, gestern Abend dem Umweltausschuss des Korschenbroicher Stadtrates mit. Am 1. Dezember könne aus sieben Brunnen und dem Herrenshoffer Baggersee bei Bedarf Grundwasser abgepumpt werden.

Weil noch einige Restarbeiten ausstehen, könne es bis Mitte Dezember vielleicht nur einen "Notbetrieb" geben, so Simon. Da die Grundwasserstände im Korschenbroicher Erdreich derzeit aber relativ niedrig sind, rechnet der Erftverband damit, dass die Pumpen bis Mitte Dezember überhaupt nicht angeworfen werden müssen. Das entspricht auch dem Konzept des Pumpsystems: Es soll in den nächsten zehn Jahren immer nur in Aktion treten, wenn die Pegel so sehr steigen, dass nasse Keller drohen.

Dem ursprünglichen Fahrplan fürs Brunnenbohren und Einbauen der Pumpen hinkt der Betreiber Erftverband beim Raderbroicher Brunnen hinterher. Dort gab es Probleme bei den Bauarbeiten, passten nicht alle Komponenten haargenau zusammen. Ab nächster Woche soll auch dieses technische Problem gelöst werden. Ratsherr Peter Drüll von der Wählergemeinschaft "Die Aktive" ist gleichwohl mit dem Brunnen nicht zufrieden. Die Förderkapazität reicht ihm nicht aus, die Lage in unmittelbarer Nähe eines Hauses sei ungünstig. "Eine Fehlinvestition, das Geld wäre besser in einen neuen Standort investiert worden", meinte Drüll. Der Experte des Erftverbands sieht das anders. Ein Gutachter habe die Tauglichkeit des Brunnens bestätigt, sagt Simon.

Gleichwohl soll vor Anwerfen der Pumpen der Zustand des Hauses in unmittelbarer Nähe des Raderbroicher Brunnens auch von innen dokumentiert. Bei weiteren 25 Häusern, die bei einem der sieben Brunnen stehen, ist in der Regel nur eine Dokumentation von außen vorgesehen. Sollten Hauseigentümer nach Start der Pumpen Schäden an ihren Gebäuden beklagen, kann anhand der Dokumentation festgestellt werden, welche Mängel schon vorher bestanden.

Damit sich die Bürger jederzeit über den aktuellen Zustand des Pumpensystems und die Grundwasserpegel im Stadtgebiet informieren können, will der Erftverband diese Daten und weitere Informationen auf einer Internetseite veröffentlichen. Sie soll Ende November freigeschaltet werden.

(RP)