Korschenbroich: Pendler können jetzt neue Bahnsteige nutzen

Korschenbroich: Pendler können jetzt neue Bahnsteige nutzen

Die Bauarbeiten an den beiden Bahnhöfen Korschenbroich und Kleinenbroich gehen voran. Ende Juli soll alles fertig sein.

Von Samstagnacht bis Montagmorgen hatte die Bahn gearbeitet, die Resultate sahen die Pendler gestern früh. Statt wie bisher vom Mittelbahnsteig ist die S8 nun von den neuen Seitenbahnsteigen zugänglich. Nicht nur für Bahnfahrer war das ungewohnt. Auch in den Zügen der S8 gab es gestern Vormittag teilweise noch nicht die passenden Ansagen.

Die Umstellung auf die neuen Bahnsteige nahm die Stadt zum Anlass, um gestern bei einem Ortstermin über den Stand des barrierefreien Ausbaus der Bahnhöfe Korschenbroich und Kleinenbroich zu informieren. Ende Juli sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, sagte Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner. Zuvor sollen Mitte Juni die Personentunnel wieder in Korschenbroich und Kleinenbroich nutzbar sein. In Korschenbroich kann die Unterführung seit dem Start der Arbeiten Mitte März noch genutzt werden, in Kleinenbroich hingegen ist sie seitdem komplett gesperrt. Für Bahnkunden bedeutet das Umwege, die viele aber erdulden würden. "Es ist faszinierend, wie die Bürger mit den Einschränkungen umgehen", lobte Herchner die Geduld der Pendler.

Weit fortgeschritten sind die Arbeiten an den beiden Bahnsteigen in Korschenbroich. Dort müssen teilweise noch Geländer montiert werden. Die Wartehäuschen stehen dort bereits. Etwas anders stellt sich die Lage in Kleinenbroich dar: Weil der Bahnhof von mehr Menschen genutzt wird als der benachbarte Halt, bekommt die Kleinenbroicher Station auf beiden Seiten eine jeweils 50 Meter lange Überdachung. Diese soll in den Nächten ab kommenden Samstag, 17 Mai, bis voraussichtlich Mittwoch, 21. Mai, angebracht werden, erklärte Christoph Herchner.

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Wie ein Bahnsprecher auf Anfrage mitteilte, soll dies leiser vonstattengehen als die Abrissarbeiten am vergangenen Wochenende. "In den Nächten steht wegen der Arbeiten in der Zeit von 22 Uhr bis 4.30 Uhr je nach Bedarf statt der beiden Gleise nur ein Gleis zur Verfügung. Die Geräuschentwicklung bei den Arbeiten wird wesentlich geringer ausfallen, als das zeitweise in der Vergangenheit der Fall war", sagte der Sprecher. Läuft alles wie geplant, will die Bahn ihren Teil der Arbeiten an den Bahnhöfen bereits Ende des Monats abgeschlossen haben - rund zwei Wochen früher als ursprünglich vorgesehen.

Der Umbau sorgt dafür, dass die Bahnhöfe unter anderem für Gehbehinderte leichter zu erreichen sind. Beim Einstieg in die Bahn, das sahen Fahrgäste gestern, muss dennoch ein Höhenunterschied zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeugtür überwunden werden. Dabei handele es sich um ein Zugeständnis an den Güterverkehr, wie Herchner erläuterte. Wer beispielsweise mit einem Rollstuhl in den Zug will, muss eine in der Bahn integrierte Rampe nutzen.

Die Stadt Korschenbroich investiert gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr rund 2,5 Millionen Euro.

(NGZ)
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