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Korschenbroich: Ortsdurchfahrt bekommt einen Radweg

Korschenbroich : Ortsdurchfahrt bekommt einen Radweg

Die K 4 soll erneuert werden. Das Vorhaben hat es ins Mehrjahresprogramm des Kreises für 2021 geschafft. "Der Umbau darf aber nicht zulasten der Parkbuchten gehen", fordert SPD-Chef Udo Bartsch, Bürgerinteressen zu berücksichtigen.

Der Korschenbroicher Stadtteil Kleinenbroich soll attraktiver werden. Ein Anliegen, das die SPD schon seit mehr als sechs Jahren mit ihrer Rahmenplanung vorantreibt. Jetzt kann SPD-Stadtverbandsvorsitzender und Kreistagsabgeordneter Udo Bartsch gleich zwei Etappenziele vermelden.

"Wir sind zuversichtlich, dass die Süd-West-Umgehung von Kleinenbroich Richtung Liedberg noch 2019 realisiert wird." Und auch bei der Ortsdurchfahrt (K 4) ist Bartsch guter Dinge: "Wir haben den Ausbau der Hoch- und Nordstraße schon 2010 in unserer Rahmenplanung gefordert. Der Rhein-Kreis Neuss hat die Maßnahme, die zunächst für 2012 geplant war, immer wieder verschoben." Jetzt steht sie für 2021 in der Mehrjahresplanung des Kreises.

Vorgesehen ist, die Ortsdurchfahrt - die Hoch- und Nordstraße - auf einer Länge von etwa 2,5 Kilometern zu erneuern und mit einem Radweg auszustatten. Und das bedeutet für Kleinenbroich: Bei der K 4-Ortsdurchfahrt ist beabsichtigt, die Verkehrsführung attraktiver und sicherer für Fußgänger und Radfahrer zu gestalten. In diesem Zusammenhang ist unter anderem eine richtungsgetrennte Radfahrführung angedacht. "An unserer Forderung nach Querungshilfen und einem Kreisverkehr im Bereich der Schiefbahner Straße/Am Hallenbad hat sich bis heute nichts geändert", erinnert Bartsch im Gespräch mit unserer Redaktion an das frühere Konzept seiner Partei.

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Doch bei allen guten Nachrichten gibt's für den Stadtverbandschef auch ein Haar in der noch nicht zubereiteten Suppe: "Der Fahrradweg soll zulasten des Gehweges gehen." Für Udo Bartsch ein deutliches Signal, im Vorfeld der Planungen genau hinzuschauen: "Der K 4-Ausbau darf sich auf keinen Fall negativ auf die Kleinenbroicher Einzelhändler auswirken."

Schon jetzt sind Parkplätze an der Hochstraße Mangelware. "Es dürfen keine weiteren Stellplätze wegfallen", sagt auch Metzgermeister Claus Ihde. "Im Gegenteil, wir brauchen mehr Parkplätze." Auf der Ausbaustrecke sind mehr als 18 Geschäfte und Gastronomiebetriebe angesiedelt. "Selbst an ganz normalen Werktagen ist hier alles zugeparkt, da müssen Kunden und Liefernaten schon in die Nebenstraße ausweichen." Für Ihde ist das kein Zustand. Allerdings sieht der 52 Jahre alte Metzgermeister auch eine Chance in dem Vorhaben und spricht für die betroffenen Einzelhändler: "Der Gehweg ist breit genug, um zusätzliche Parkbuchten schaffen zu können."

Um mögliche Gefahrenquellen schon im Vorfeld auszuschließen, regt Ihde an, einen innenliegenden Radweg anzulegen. Für Ihde und Bartsch gehen Fuß- und Radweg und Parkbucht und Ortsdurchfahrt zusammen. Als Negativ-Beispiel führen sie die Hauptstraße in Glehn an: "Hier muss der Autofahrer zunächst den Radweg überqueren, um in eine Parkbucht zu gelangen. Das ist unpraktikabel und gefährlich."

(NGZ)