Korschenbroich: Optiker hilft Augenärzten in Afrika

Korschenbroich : Optiker hilft Augenärzten in Afrika

Korschenbroicher Max Heinrichs fliegt Mitte Februar wieder nach Kamerun.

Mitte Februar fliegt der pensionierte Optikermeister Max Heinrichs aus Korschenbroich für einige Wochen nach Kamerun. Er macht dort keinen Urlaub, sondern reist als Vorstandsmitglied des Korschenbroicher Vereins "Augenhilfe Afrika" auf eigene Kosten dorthin, um mit seinem Fachwissen sowie seinen Kontakten zur Industrie und Kollegen die einheimischen Augenärzten Dr. Raoul Cheuteu und Dr. Gilles Kagmeni beim weiteren Ausbau der dortigen Optikerwerkstatt in Ambam zu helfen. Heinrichs wird dort das Fachpersonal weiter schulen und Gerätschaften überprüfen.

Diese Werkstatt zur Anfertigung auch von kostenfreien Brillen gehört zu der von den beiden Ärzten mit Hilfe der "Augenhilfe Afrika" gegründeten Augenklinik für mittellose, erblindete oder augenkranke Menschen im Süden Kameruns. "Zu dieser stationären Augenklinik, in der jede Woche einige Tage auch operiert wird, gehört die mobile Klinik, mit der außerdem für die ärmsten Menschen in ländlichen, unterversorgten Regionen Kameruns und der Nachbarländer viermal im Jahr großangelegte Untersuchungs- und Operationskampagnen möglich sind", sagt Heinrichs.

Die nächste Kampagne mit beiden Ärzten, die in Deutschland studiert haben, führt im Februar nach Dschang, nahe der nigerianischen Grenze. Und der Korschenbroicher wird sie begleiten. Heinrichs findet es bewundernswert, dass die beiden Augenärzte bei der Behandlung von mittellosen Menschen und bei Reihenuntersuchungen ganz auf ihr Honorar verzichten und ihre Urlaubszeiten opfern.

Die Optikerwerkstatt trägt sich von den Personalkosten her inzwischen selbst. Material beschafft Heinrichs oft über seine Kontakte zu Herstellern und Kollegen. Der 68-Jährige: "Alle Verwaltungskosten werden von Mitgliederbeiträgen der ,Augenhilfe Afrika' gezahlt - jeder gespendete Cent kommt vor Ort an." So hatte zum Beispiel der Lions-Club Kaarst-Korchenbroich ein Operationsmikroskop gesponsert, und ein Gerät zur Messung des Augeninnendrucks wurde inzwischen ebenfalls angeschafft.

Nun werden Spenden für ein zweites Operationsmikroskop gesammelt, damit die beiden Augenärzte bei den Operationskampagnen in zwei Räumen parallel möglichst bald der doppelten Menge von Erblindeten das Augenlicht wieder schenken können.

Info "www.augenhilfe-afrika.de"

(kvm)
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