Korschenbroich: Neuer Beigeordneter: Houben kritisiert Ausschreibungstext

Korschenbroich : Neuer Beigeordneter: Houben kritisiert Ausschreibungstext

Die Wahl des neuen Beigeordneten hat bereits im Vorfeld für viel Wirbel in Rat und Verwaltung gesorgt. Die Kritik reißt nicht ab. Jetzt steht der Inhalt der Stellenausschreibung für die Beigeordnetenstelle im Korschenbroicher Rathaus im Fokus.

Fakt ist: Thomas Dückers hatte sich gegen seinen Mitbewerber André Erpenbach im Vorfeld durchsetzen können. Er wurde am Dienstagabend im Rat - bei 13 Enthaltungen der kleinen Fraktionen - von CDU und SPD gewählt. Der Stadtrat folgte damit der Beschlussempfehlung vom Hauptausschuss.

Und das macht Wolfgang Houben sauer. Der Fraktionschef der Bündnisgrünen wollte den Tagesordnungspunkt kurzfristig kippen, fand aber im Stadtrat keine Mehrheit.

Im Nachhinein übte Houben jetzt massive Kritik am Text der Stellenausschreibung der Stadtverwaltung: "Der Stadtrat hat einen Richter gewollt und er hat jetzt einen Richter bekommen. Was uns aber fehlt, ist ein guter Kämmerer." Warum Wolfgang Houben aber erst jetzt im Stadtrat das gesamte Verfahren stoppen wollte und nicht schon im Februar seine Bedenken dem Bürgermeister oder dem Ältestenrat vorgetragen hat, begründete der Grünen-Politiker"mit persönlichen Ressourcen": "Wir haben uns auf andere verlassen, uns ist das Licht leider erst zu spät aufgegangen."

Für Houben steht fest, "die Befähigung zum Richteramt im gehobenen Dienst" habe interessierte Finanz-Experten schon im Vorfeld verschreckt. Seine Schlussfolgerung: "Viele Nicht-Juristen haben sich erst gar nicht auf die Stelle von Stadtkämmerer Schultze beworben. Und jetzt haben wir uns auch noch die Möglichkeit verbaut, die Beigeordneten-Stelle komplett neu auszuschreiben. Wir hätten bei der Suche den Schwerpunkt mehr auf die Position des Kämmerers legen müssen." So wurde Rainer Königsmark als Leiter des Amtes für Finanzen, Haushalt und Finanzbuchhaltung für die Aufgabe des Kämmerers bereits seit einigen Wochen in der Politik hinter vorgehaltener Hand gehandelt. Davon wollte Wolfgang Houben gestern aber nichts wissen.

(NGZ)
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