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Musik in Korschenbroich: Herbstkonzert des Stadtorchesters

Herbstkonzert des Stadtorchesters : Anspruchsvolle Aufgabe, überzeugend gemeistert

Das Herbstkonzert des Stadtorchesters Korschenbroich war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Das Jugendblasorchester macht den Anfang.

Beim Herbstkonzert des Stadtorchesters Korschenbroich war eines anders als im vergangenen Jahr. Im Oktober 2020 war es noch zu kalt für die Oboen. Doch angenehme Temperaturen sorgten beim Open-Air-Auftritt auf dem Schulhof des Gymnasiums dafür, dass sie diesmal auch mit dabei sein konnten.

Zur Einstimmung spielte zunächst das Jugendblasorchester und konnte somit Konzertluft schnuppern. Die Besucher spendeten dem Nachwuchs viel Applaus. Die rund 40 Musikerinnen und Musiker des Stadt-Orchesters starteten mit dem Stück „Curtain up!“ von Alfred Reed. Im Stil der Theater Ouvertüre, der sich im 20. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Musikstile entwickelt hat, gelang dem Orchester unter der musikalischen Leitung von Stefan Vörding ein sehr schwungvoller Start in einen kurz-weiligen Abend. Auf Anhieb war es ein sehr ausgewogener Klang und die mehrfachen Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen saßen gut.

Vom Theater ging es dann weiter zu einem symphonischen Gedicht von Carlos Marques. Es erzählt die Geschichte von der schönen, aber auch sehr eitlen Königin „Cassiopeia“. Die Tragik ihrer Selbstsucht wurde vom Orchester gekonnt inszeniert. „Eine kleine Yiddische Ragmusik“ von Adam Gorb handelt von einer Hochzeitsfeier. Hier verschmelzen Ragtime und jüdische Volksmusik zu einer lebhaften Symbiose. Die zweite Hälfte des Auftritts begann mit „Flashing winds“ von Jan van der Roost. Konzertant, aber leicht zugleich, nahm das Orchester die Besucher mit auf See. Dort tobte der Kampf mit den Wellen, ging aber auch über in ruhige und friedliche Fahrt. Ein Ausflug ins Musical wurde geboten mit „Wicked – Die Hexen von Oz“ von Stephen Schwartz. Die weltbekannte Broadway-Aufführung thematisiert die Magie zwischen Gut und Böse. Als Besucher fühlte man sich hier hin- und hergerissen und am Ende schlicht verzaubert.

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Das letzte Stück des Abends war zugleich das längste. „How to train your dragon“, von John Powell für den gleichnamigen Film komponiert, handelt von den Wikingern als den harten Kerlen aus dem Norden. Die leben demnach ein Leben zwischen Krieg, Feiern und dem Töten von Drachen. Doch Hicks, der fantasievolle Sohn des Wikinger-häuptlings Haudrauf freundet sich mit einem Drachen an. Und am Ende steht die Frage, ob damit nicht aus zwei verschie-denen Welten eine neue, gemeinsame Welt werden kann.

Bei der Zugabe des Orchesters stellten schließlich einige Solisten ihr Können unter Beweis. Was Stefan Vörding, locker und gekonnt assistiert von Moderatorin Meike Wehner, mit seinem Ensemble gespielt hat, war sehr anspruchsvoll. Doch diese Hürde haben alle überzeugend gemeistert.

(jsi)