Mönchengladbach: Franz Thoren berichtet von seinen Reisen nach Australien

Korschenbroich : Heimatbesuch eines Weltreisenden

In Australien erlebten Franz und Hildegard Thoren Wüste, Savannen, wunderschöne Strände, Waldgegenden und eine faszinierende Tierwelt. Der Kontinent war eine weitere Station ihrer mehrjährigen Weltreise.

Pick-up „Leonie“ reiste in einem Stück von Australien um die ganze Welt zurück nach Deutschland. „Das haben wir nicht geschafft. Wir haben unsere Weltreise nach zwei Jahren unterbrochen“, erzählt Franz Thoren. Zur Vorstandssitzung der Augenhilfe Korschenbroich war der Weltenbummler mit Wohnsitz in Stuttgart auf Heimatbesuch. Von hier aus geht es nach Bremerhaven, wo der Camper nach der Weltumrundung zur Abholung bereitsteht.

Seit fünfeinhalb Jahren ist er im Besitz von Hildegard und Franz Thoren. Er war ihnen mobile Heimstatt auf ihrer zweijährigen Reise durch Süd-, Mittel- und Nordamerika – und nun in der Fortsetzung der Weltreise auch in Australien. Das Zwischenspiel in Deutschland wurde für eine Generalreinigung des Fahrzeugs genutzt, um australischen Einreisebedingungen gerecht zu werden. „Die heimische Tierwelt leidet extrem unter eingeschleppten Tieren“, erklärt Thoren. Begeistert zeigt der 66-Jährige Fotos von für Menschen ungefährlichen Süßwasserkrokodilen, mächtigen Salzwasserkrokodilen, Kängurus, Koalas, Vögeln und ungezählten Landschaftsimpressionen.

Weltenbummler Franz Thoren war jetzt auf Heimatbesuch. Foto: Isabella Raupold

Als das Ehepaar im Oktober 2017 in Perth landete, war es in den australischen Frühling versetzt. Seine Route führte zunächst Richtung Norden die Küste hoch. Rechtzeitig vor der von Norden kommenden Hitze kehrte es um und fuhr Richtung Süd-Westen. Optimal gewählt war auch der Zeitpunkt für Kimberley, „ein wildes, wunderschönes Gebiet“ mit Schluchten und Wasserfällen. Bei Trockenheit sind Flussüberquerungen mit dem Land-Cruiser kein Problem, in der Regenzeit aber ist kein Durchkommen. „Australien hat von Wüste bis sehr fruchtbar alles. Die Menschen sind ungemein freundlich und entgegenkommend“, fasst der Elektroingenieur seine Eindrücke zusammen. Er hat Savanne und Wüste, wunderschöne Strände, die Nullarbor Ebene – ausgedehnte Karstwüste im südlichen Australien – wie auch dichte Waldgegenden gesehen.

Am zweiten Weihnachtstag 2017 stöhnte Thoren in Oodnadatta unter 49 Grad Hitze. In Sidney traf er die ehemaligen Korschenbroicher Heinz Klaes, seit 30 Jahren in Australien, und Peter Boesch, seit zehn Jahren dort zuhause, doch treuer Gast auf „Unges Pengste“. Ebenfalls im Brauchtum verwurzelt, unterbrach Thoren die Tour für das Schützenfest. Ehefrau Hildegard beendete damit die Reise, während er zurückkehrte. Dabei besuchte Thoren Arnhemland im Northern Territory, Siedlungsgebiet der Aborigines. „Das ist etwas größer als Portugal, hat circa 28.000 Einwohner, ist also ziemlich leer,“ erzählt er. Es sei nicht leicht mit den Ureinwohnern in Kontakt zu kommen. Auch in deren Gebiet würden Verwaltungsstellen meist von Weißen betreut, so Thoren. Für ihn war es die dritte und längste Reise auf den Kontinent.

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