Korschenbroich: Mit dem Stahl-Arm in den Himmel

Korschenbroich : Mit dem Stahl-Arm in den Himmel

So rasant war Unges Pengste noch nie: Ein 56 Tonnen schwerer Stahl-Arm wird die Besucher 48 Meter hoch in die Wolken katapultieren. Die Aufbauarbeiten für den Koloss beginnen morgen. Wer sich den Höhenflug nicht zutraut, kann derweil spezielle Mandeln genießen.

Schwerelos durch die Luft gleiten, rasante Sturzflüge machen und die Welt mal auf dem Kopf erleben? Das alles ist nicht länger den Segelkunstfliegern und Greifvögeln dieser Region vorenthalten, sondern am kommenden Pfingstwochenende auch den Besuchern von Unges Pengste möglich. "Das ist schon ein dolles Ding", mag Kirmesplatzgestalter Horst Römgens angesichts der Werbeprospekte, die vorab in sein Büro geschickt wurden, gerne bestätigen.

Der holländische Betreiber des "Eclipse" verspricht: "Die komplette Höhe beträgt 48 Meter, das Gerät wiegt 56 Tonnen und wenn es seine Höchstgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometer erreicht hat, wirkt auf die Besucher dabei das Vierfache ihres Körpergewichts."

Seit Jahren bemühen sich die Veranstalter, den Besuchern von Unges Pengste immer neue Attraktionen zu bieten. "Natürlich gibt es Standard-Geschäfte wie Frittenbuden, Autoscooter und Musikexpress", sagt Römgens. 34 Schausteller sind in diesem Jahr dabei. Wenn das Organisationsteam mit der Qualität der Anbieter nicht mehr hundertprozentig zufrieden sei, wechsle man auch schon mal. "Aber das kommt selten vor, die meisten sind seit vielen Jahren dabei", so Römgens.

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Weil es aber bei einem der Süßwarenstände Qualitätsverluste gegeben habe, wird in diesem Jahr ein neuer Anbieter das Fest mit köstlichen Süßspeisen bereichern. Die "Wiener Melange" bietet Nüsse aus aller Welt und hat sich besonders auf verschiedene Mandel-Kreationen spezialisiert. Für Korschenbroich haben die Betreiber sogar eine eigene Sorte entwickelt, die "Mandel Unges Pengste". Was drumherum, drauf oder drin sein wird, ist selbst für den Kirmes-Chef und ehemaligen Schausteller Horst Römgens ein Geheimnis.

Am morgigen Dienstag werden die Arbeiten auf dem Kirmesplatz beginnen. Das "Eclipse", das ganz neu ist und seine Premiere erst kürzlich in Rotterdamm feierte, wird in drei Anhängern angeliefert und muss zwei Tage lang von vier Mitarbeitern aufgebaut werden. "Das geht heutzutage unglaublich schnell", sagt Römgens.

Für einen kompletten Autoscooter bräuchten Fachmänner zu zweit einen Tag, das aufwändigste Gerät bei Unges Pengste sei immer noch der Schlagerexpress. "Da kommen vier bis fünf Anhänger voll Material", so Römgens. Und auch für die Kleinen bietet die Kirmes in diesem Jahr ein Novum: Auf dem "Crazy Clown" geht es für sie wortwörtlich rund.

(RP)
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