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Missionskreis an St. Dionysius Kleinenbroich hilft  Frauen

Soziales Engagement in Kleinenbroich : Missionskreis an St. Dionysius hilft  Frauen

Der Missionskreis unterstützt mit Erlösen von Advents- und Osterbasaren verschiedene Projekte.

Der Name mag verwirrend sein und hat doch seine Berechtigung. Missionskreis St. Dionysius nennt sich ein Team von derzeit 12 Damen, das sich auf die Fahne geschrieben hat, in wechselnden Ländern Frauen und Kindern in der Not zu helfen. Missioniert wird nicht. „Eigentlich haben wir den falschen Namen, doch der hat sich eingebürgert, ist gewachsen und soll bleiben. Zudem kommen unsere Spenden über Missionswerke zu den Projekten, und damit hat der Name doch wiederum seine Berechtigung“, sagt Margret Müller. Sie war eine der ersten, die sich dem Missionskreis anschlossen. Anlass war 1981 ein Aufruf des damals neu gegründeten Sachausschusses „Mission, Entwicklung, Frieden“ im Pfarrgemeinderat von St. Dionysius. Müller war kurz zuvor von Essen nach Kleinenbroich gezogen, vertraut mit den im Aufruf genannten Kriterien und brachte also entsprechende Erfahrungen ein. Bis heute ist sie mit viel Freude engagiert und trägt ihren Teil bei zum Erfolg des Missionskreises.

Der hat kürzlich 4.000 Euro überwiesen an das Missio-Projekt „Hilfe für Frauen und Mädchen der Rohingya in Bangladesch“. Die stolze Summe entspricht dem Erlös aus dem Verkauf beim vorweihnachtlichen Basar. Dafür hatten die Damen bei ihren nahezu ganzjährig wöchentlichen Treffen weihnachtliche Gestecke, Kränze, Handarbeiten, Karten und Geschenkartikel gefertigt und verkauft. Da es ihnen ein Anliegen ist, Verkaufspreise moderat zu halten, lässt sich ermessen, wieviel Fleiß und Liebe nötig waren, um ein solches Pensum zu leisten.

„Wir unterstützten immer wieder andere Projekte, aber immer für Frauen und Mädchen“, betont Edith Carsjens, die wenige Jahre nach Müller zum Missionskreis stieß. Dessen Schwerpunkte sind der vorösterliche Markt am Misereor-Wochenende zugunsten eines Projekts des Hilfswerkes Misereor und der vorweihnachtliche Markt am Wochenende vor dem ersten Advent zugunsten eines Projektes des Hilfswerks Missio. 2014 wurde zum Beispiel für Frauen im Frauenhaus von Papa-Neuguinea, 2015 für Flüchtlinge im Libanon und 2017 für die Lebenshilfe in der Halbwüste Nigeria gespendet. Dabei gelang mit den Jahren eine Steigerung der Summen.  Zum Weltgebetstag der Frauen am ersten Freitag im März und beim Erntedankfest schließt sich der Missionskreis in ökumenischen Aktionen mit der evangelischen Gemeinde zusammen. Dann werden, wie auch beim Pfarrfest fair gehandelte Produkte und ebenfalls Selbstgefertigtes verkauft. Ulrike Schlüter, die von den anderen als hervorragende Nähkünstlerin gelobt wird, versichert, dass ihr beim Einsatz auch das gesellige Miteinander wichtig ist. „Jeder macht das, was er kann“, betont sie im Vertrauen auf vielfältige Talente. Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt bei 60 plus. Die wünschen sich weitere, gerne auch jüngere Mitsteiter. Willkommen ist, wer sich einbringen will. Nach der Konfession wird nicht gefragt.

Info Treffpunkt ist im Kiddytreff des Dionysiushauses jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr, außer in den Schulferien.  Ansprechpartnerin ist Edith Carsjens, Telefon 02161 671263.