Korschenbroich: Mehr als 1100 Aktive beim Schützenfest

Korschenbroich: Mehr als 1100 Aktive beim Schützenfest

Auch wenn in Glehn erstmals seit 1887 ohne König gefeiert wird, sind die Schützen schon seit Wochen bester Dinge. Kommenden Dienstag wird es definitiv einen neuen Regenten geben. Das große Fest beginnt am Samstag um 12 Uhr.

Seit 127 Jahren erstmals ohne König feiern zu müssen, damit hat sich der Schützenverein Glehn schon im vergangenen Herbst abgefunden. Wenn am kommenden Samstag um Punkt 12 Uhr die Glocken von St. Pankratius das Schützenfest einläuten und Böllerschüsse im Schützenpark den viertägigen "Ausnahmezustand" über Glehn verhängen, ist dies längst kein Thema mehr für die bestens motivierten Schützen.

Dies gilt umso mehr als bereits jetzt sicher ist, dass das Glehner Schützenfest nicht ganz ohne einen König stattfinden wird. "Es gibt zwei Bewerber", hatte Präsident Hubert Tokloth schon vor einigen Wochen für den Vogelschuss am nächsten Dienstag angekündigt. Der Sieger des nachmittags auf dem Sportplatz auszutragenden Wettstreits wird abends zum Ausklang des Schützenfestes gekrönt.

"Die Änderungen im Programm sind nur minimal", macht Vizepräsident Christoph Schönges deutlich, dass eben nur die ganz speziell dem Königspaar gewidmeten Punkte fehlen. Die repräsentativen Aufgaben übernimmt eine Ehrenkompanie, die sich auch um die zahlreichen Ehrengäste kümmern soll, die zum Schützenfest erwartet werden. Die Höhepunkte des Freiluftprogramms sind auch diesmal der am Samstag nach dem Großen Zapfenstreich gegen 21 Uhr beginnende Fackelzug sowie die Parade (15.30 Uhr) und der anschließende Festzug am Sonntag, der wie immer unter dem Kommando von Oberst Andreas Erkes steht.

Weitere Attraktionen sind neben dem bestens bestückten Kirmesplatz die abendlichen Tanzveranstaltungen. Bei denen wird am Samstag und am Sonntag die Band "Mikado" für die Musik sorgen, während am Montag und Dienstag die Gruppe "Sound Convoy" zum Tanz aufspielt.

Allein sieben Tambourkorps, Spielmannszüge und Musikvereine werden dafür sorgen, dass die mehr als 800 Marschierer nicht aus dem Tritt kommen. Insgesamt werden mehr als 1100 Teilnehmer am Festzug erwartet, mit dem Glehn wieder einmal einen der größten in der Region stellt. Sowohl den Festzug als auch den abendlichen Fackelzug werden jeweils wieder Tausende von Besuchern verfolgen.

Das wichtigste Ziel des Schützenfests sehen Hubert Tokloth und Christoph Schönges darin, jedermann einzubeziehen und niemanden auszuschließen: "Wir wollen Brücken schlagen zwischen Alt und Jung, zwischen Alteingesessenen und Neubürgern. Die Tugenden des Gemeinsinns und der Solidarität wollen wir wecken, vertiefen und stärken, so dass sie über die Festtage hinaus ein harmonisches und friedvolles Miteinander sichern", heißt es weiter. Tokloth und Schönges laden daher alle Glehner und die Bewohner der Nachbarorte ein, die Umzüge und Paraden wie auch die Zeltveranstaltungen zu besuchen.

(NGZ)
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