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Kunstfrühling in Korschenbroich beginnt

Korschenbroich : So wird der Kunstfrühling in der Stadt

Ab Sonntag steht Korschenbroich im Zeichen der Kultur. Es gibt verschiedene Aktionen wie Ausstellungen, Street-Art und Workshops. Außerdem treten Bands auf und zeigen ihr musikalisches Können. Außerdem kommen Foodtrucks.

Am kommenden Sonntag wird um 12 Uhr in der Filiale der Sparkasse Neuss an der Hindenburgstraße 23 der zehnte Korschenbroicher Kunstfrühling offiziell eröffnet. 37 Künstlerinnen und Künstler werden an 23 Orten, darunter 18 Geschäfte, ihre Werke ausstellen in einer Achse vom Kulturbahnhof bis zur Niederrhein-Klinik. Zum ersten Mal wird auch das ehemalige Lager der Post gleich neben dem Bürgerbüro als Ausstellungsraum genutzt, aber das ist bei weitem nicht die aufregendste Neuheit: Um 13 Uhr beginnt das Street-Art-Festival mit Bühnenprogramm, Mitmach-Workshops für Kinder und Jugendliche sowie fünf Foodtrucks.

Gisela Willems-Liening hat wieder unzählige Stunden in die Vorbereitungen investiert, ist mit dem Ergebnis aber zufrieden: „Die Künstlerinnen und Künstler aus der Region beteiligen sich gern am Korschenbroicher Kunstfrühling.“ Zur offiziellen Eröffnung in der Sparkasse ist eine Polaroid-Sofortbild-Aktion geplant – sie heißt „Feuchte Kammern“. Von 10 bis 18 Uhr werden am Sonntag Besucher die Gelegenheit haben, sich mit einer Sofortbildkamera porträtieren zu lassen. Das Foto und ein persönlicher Gegenstand dieser Person wird dann von dem Düsseldorfer Künstler und Fotografen Wilfried H. G. Neuse zusammen mit 50 Millilitern Erftwasser in eine durchsichtige Tüte gegeben und verschlossen – der chemische Prozess kann dann beginnen.

Gisela Willems-Liening lobt die Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und dem Kulturamt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und macht den Kunstfrühling auch für Kinder und Jugendliche interessant. Auf drei Bühnen wird alle 30 Minuten etwas los sein. Pläne, was wann und wo passiert, werden am Sonntag überall ausliegen. Für Stefan Bau, den zweiten Vorsitzender und Schriftführer beim Stadtjugendring, ist es ein Glücksfall, dass Yema Gisberts mit in die Vorbereitungen eingebunden werden konnte. Sie studiert Kulturpädagogik und absolviert gerade in Korschenbroich ihr Praktikum. Auf drei Bühnen werden nicht nur die Bands der Jugendzentren „Klärwerk“ und „Choice“ auftreten, sondern auch drei externe Musiker: Die Singer- und Songwriterin Alina Lynn, Jeffrey Kolkmann und der erst zwölf Jahre alte Hugo aus Mönchengladbach. „Hugo freut sich schon sehr“, weiß Kulturamtsleiterin Michaele Messmann. Er ist zwar jung, aber längst kein Anfänger mehr als Musiker – Hugo wird singen und sich dabei mit seiner Ukulele begleiten.

Das Street-Art-Festival ist aber nicht nur da, um die Besucher zu berieseln. Gegenüber und vor der Sparkasse wird es einen Manga-Zeichenkurs geben, außerdem steht dort eine Selfie-Foto-Box. Begrenzt ist die Zahl der Plätze für den Impro-Workshop im Jugendzentrum St. Andreas bei Georg Westerholz und der Workshop mit den Boom-Whackers. „Das sind bunte Plastikrohre in unterschiedlicher Länge, mit denen, abhängig von der Länge unterschiedliche Töne produziert werden können“, erklärt Stefan Bau. Hier sind noch etliche Plätze frei. Bau verspricht „ein tolles gruppendynamisches Erlebnis“, das im Evangelischen Jugendzentrum Klärwerk eingeübt wird. Das Besondere: Beide Gruppen werden um 16.30 Uhr zeigen, was sie in der kurzen Zeit gelernt haben. Da die Aktion vom „Kulturrucksack NRW“ gefördert wird, sollten die Teilnehmer zwischen 10 und 14 Jahre alt sein. Von Sponsoren gefördert wird auch der 10. Korschenbroicher Kunstfrühling.