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Korschenbroich: Korschenbroichs größte Baustellen

Korschenbroich : Korschenbroichs größte Baustellen

Großbaustellen bestimmen in diesem Jahr das Bild in Korschenbroich: Neben dem klassischen Wohnungsbau werden beide Bahnhöfe barrierefrei umgestaltet. Die Senioren-Residenz ist mit 27 Millionen Euro das größte Projekt.

Eine riesige Baulücke klafft zurzeit an der Friedrich-Ebert-Straße (L 381). Da, wo bis vor wenigen Monaten noch städtische Mitarbeiter im Hochbauamt Anfragen bearbeitet und Baugenehmigungen erteilt haben, erinnert nur noch ein kleines Trafohäuschen an frühere Aufbauten. Die Tage des angrenzenden Abwasserbetriebes sind ebenfalls gezählt. Bauhof und Stadtpflege ziehen jetzt ins Gewerbegebiet Glehn-Ost. Dort hat die Stadt eine gebrauchte Immobilie gekauft und sich somit gegen einen kostenintensiven Neubau entschieden. Sobald die Gebäude an der L 381 geräumt sind, rücken dort Ende März die Abrissbagger an.

"Wir gehen verantwortungsvoll mit dem Geld um", rief Bürgermeister Heinz Josef Dick dann auch den gut 600 Gästen beim Neujahrsempfang der beiden Korschenbroicher Bruderschaften Sankt Sebastianus und Sankt Katharina-Junggesellen am Sonntagabend zu. Und was dem Verwaltungschef mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen am 25. Mai wichtig war: "Hier schließe ich alle Ratsfraktionen mit ein."

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Für die Eigenbetriebe werden zurzeit die Räume in Glehn hergerichtet. Die Kosten gibt Dick mit 3,75 Millionen Euro an. Diese Investitionssumme war ebenso wie die Kosten für das Technische Rathaus (3,2 Millionen Euro) von der Politik im Vorfeld festgeschrieben: "Auch hier bewegen wir uns im Budget", stellt Dick zufrieden gegenüber unserer Zeitung fest. Für Dick sind aber auch Optik und Funktionalität entscheidend: "Ich persönlich finde es sehr gelungen." Davon konnten sich beim Neujahrsempfang erstmals auch die Gäste überzeugen, die nach dem Festakt von der Aula zum Umtrunk in den Ratssaal wechselten. Der Saal, als Multifunktionsraum konzipiert, bestand die Feuertaufe. Sicher muss noch etwas nachgebessert werden: Während einige Gäste das grelle Licht bemängelten, stellte CDU-Fraktionschef Marc Venten ernüchtert fest: "An den Wänden fehlt noch etwas. Das ist einfach zu viel weiße Fläche."

Nun aber zurück zur Friedrich-Ebert-Straße und zum städtischen Bauhof: Um aufwendige Zwischenlösungen zu vermeiden, hat sich Fachbereichsleiter Georg Onkelbach für eine kurzfristige Kooperation mit der Nachbarstadt Mönchengladbach entschieden. Große Salzmengen werden vorübergehend in einer Halle in Giesenkirchen eingelagert.

Zurzeit werden die technischen Voraussetzungen für den Umzug der Eigenbetriebe geschaffen. "Wir müssen bis zum 31. März das Domizil verlassen haben", skizziert Onkelbach den Zeitplan. Dann übernimmt die Janßen Grundstücksgesellschaft. Das Bremer Unternehmer hat der Stadt das 8000 Quadratmeter große Areal im Januar 2012 abgekauft, um dort eine Senioren-Residenz mit 80 Pflegeplätzen und 76 betreuten Seniorenwohnungen zu bauen. Die Investition liegt bei 27 Millionen Euro. Das Richtfest ist für den Frühsommer vorgesehnen.

(NGZ)