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Korschenbroich: Zwei Schwerverletzte nach Unfall auf B230 Dorfgemeinschaft Schlich schreibt Politik an

Zwei Schwerverletzte in Liedberg : Schwerer Unfall - Dorfgemeinschaft fordert Handeln

Eine 31-jährige Fahrerin sowie deren 14-jährige Beifahrerin wurden bei einem Unfall auf der Bundesstraße 230 bei Liedberg schwer verletzt. Zwei weitere Autofahrer wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Da es erneut an dieser Stelle zu einem Unfall gekommen ist, reagiert die Dorfgemeinschaft Schlicht mit einer Mail an die Politik.

Vier Verletzte – davon zwei schwer: Das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Mittwoch, 1. Dezember, nach Angaben der Polizei auf der Bundesstraße 230 ereignet hat. Gegen 8.20 Uhr befuhr eine 46-jährige Dormagenerin die B 230 in Richtung Liedberg und geriet aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr. Ein 32-jähriger Mönchengladbacher versuchte noch auszuweichen, fuhr während des Manövers jedoch gegen die Leitplanke. Eine dahinter fahrende VW-Fahrerin konnte eine Kollision nicht mehr verhindern. Die 31-jährige VW-Fahrerin und eine 14-jährige Insassin wurden dabei schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Dormagenerin sowie der Mönchengladbacher mussten zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die Polizei sperrte die B 230 für einige Stunden.

Die Dorfgemeinschaft Schlich hat den Unfall zum Anlass genommen für eine Mail am Mittwochnachmittag an Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat vom Rhein-Kreis Neuss, Korschenbroichs Bürgermeister Marc Venten und die städtischen Fraktionsvorsitzenden sowie die Parteien im Kreis. Darin heißt es unter anderem: „Heute Morgen ereignete sich leider zum wiederholten Male ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B230 bei Liedberg.“ Es sei inzwischen der dritte schwere Verkehrsunfall auf dem Teilstück „sowie der X-te zwischen Liedberg, Einmündung Kläranlage Glehn und der Abzweigung Büttger Weg (Gewerbegebiet Glehner Heide) seit dem Umbau der B230 im Jahre 2017“, so die Dorfgemeinschaft.

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„Auch wenn die Situation auf diesem Teilstück bereits in der Vergangenheit von den beteiligten Behörden anders bewertet wurde, sind wir der Ansicht, dass hier zwingender Handlungsbedarf besteht“, schreiben die Unterzeichner und unterbreiten direkt Vorschläge: Neben einer Unfallkommission schlagen sie kurzfristige präventive Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsreduzierung vor. Geprüft werden solle auch, ob eine Ampel oder Geräte zur Geschwindigkeitsüberwachung eingerichtet werden könnten. Die Dorfgemeinschaft Schlich schlägt außerdem eine Plakatkampagne auf dem Teilstück vor. „Runter vom Gas“ lautet der Vorschlag.

„Wir sehen die Unversehrtheit aller Verkehrsteilnehmer auf besagtem Teilstück als stark bedroht“, heißt es in dem Schreiben. „Handeln Sie jetzt, bevor weitere Opfer zu beklagen sind“, fordern die sechs Unterzeichner.