Korschenbroich: Winterdienst nicht auf allen Straßen

Ein Viertel der Strecken ist weggefallen: Korschenbroichs Winterdienst bleibt gestrafft

Seit 2017 werden einige Straßen nicht mehr von der Stadt geräumt und gestreut. Das soll auch so bleiben – auch wenn es zuletzt eine Ausnahme gab.

  Der Winterdienst der Stadt Korschenbroich ist im Jahr 2017 gestrafft worden – es wurden so ziemlich alle Straßen rausgenommen, die nicht unbedingt von der Stadt betreut werden müssen. Jetzt wussten Bürgermeister Marc Venten sowie die Ausschussmitglieder Hans-Willi Türks (CDU) und Peter Josef Fels (SPD) von Beschwerden zu berichten. In einem Fall hat der Bürgermeister nachgegeben. Das soll aber eine Ausnahme bleiben.

Die Strecke zum Gewerbegebiet Hasseldamm ist rund 400 Meter lang. Venten hat entschieden, dass, obwohl dazu keine Verpflichtung bestehe, wieder von der Stadt gestreut und geräumt wird – im Bereich zwischen der Landstraße und der Einfahrt ins Gewerbegebiet. Lkw’s seien bei einem der seltenen Schneefälle nicht voran gekommen. Beigeordneter Georg Onkelbach hofft, dass es wirklich eine Ausnahme war: „Wir hatten uns seinerzeit intensiv mit dem Thema beschäftigt.“

Fels (SPD) warnte ebenfalls davor, Beschwerdeführern zu sehr entgegenzukommen: „Wir müssen den Mumm haben, zu unserer Entscheidung zu stehen.“ „Es muss aber erlaubt sein, über gefährliche Brennpunkte zu diskutieren“, forderte Türks (CDU) im gemeinsamen Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe „Städtischer Abwasserbetrieb“ und „Stadtpflege“. Das wurde auch so beschlossen. „Wir sollten die Sache aber nicht neu aufrollen“, sagte Jochen Andretzky (Die Grünen).

Da Straßen, die von der Stadt nicht gestreut werden müssen, auch nicht mehr vom Winterdienst betreut werden, ist rund ein Viertel der Strecken entfallen. Diese Entscheidung hatte auch mit der Anschaffung eines kleineren, wendigeren Räumfahrzeugs zu tun: „Es wird nicht nur für den Winterdienst genutzt, sondern ist ganzjährig im Einsatz – zum Beispiel wird im Sommer damit Sand zu den Spielplätzen gebracht“, sagte Thomas Kochs, Technischer Betriebsleiter der Eigenbetriebe „Stadtpflege und Städtischer Eigenbetrieb“. Winterdienst gäbe es auf den Hauptverkehrsstraßen, an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und dort, wo Linienbusse fahren.

Ein Kontrolleur macht sich um drei Uhr morgens ein Bild vom Straßenzustand und entscheidet, ob der Winterdienst aktiv werden muss. Neben dem Streufahrzeug befreien Fußgruppen Schnee und Eis vor und auf den städtischen Liegenschaften.

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