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Korschenbroich: Winterdienst auch Thema im Rat

Winterdienst auch Thema im Korschenbroicher Rat : Satzung zum Winterdienst wird überarbeitet

Bündnis 90/Die Grünen kritisieren, dass die Radwege nicht geräumt waren. Georg Onkelbach verspricht eine Überarbeitung der Satzung.

Dieser Winter dürfte der Stadtverwaltung nachhaltig in Erinnerung bleiben. Denn es gab viel Kritik wegen schlecht geräumter Straßen. Auch wenn inzwischen alles weggetaut ist, war der Winterdienst Thema im Rat. Tanja Hannemann von Bündnis 90/Die Grünen machte das Fass nochmals auf. „Auch uns haben Beschwerden erreicht – wegen der Radfahrwege.“ Es gebe genügend Menschen, die aufs Rad angewiesen sind. Daher wollte sie wissen: „Wieso wurden die Radwege nicht geräumt?“

Der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach wirkte zunächst entnervt, als er sagte: „Es ist Winter und es schneit.“ Das sei doch keine Katastrophe. Dann ging er aber doch ernsthaft auf Hannemanns Kritik ein. „Wir werden aufklären, wo es gehakt hat“, versprach er.

Inzwischen sei auch der Verwaltung aufgefallen, dass die Satzung einige Baustellen enthalte, die überarbeitet werden müssten. Grundsätzlich verteidigte er aber den Winterdienst erneut. Die Stadt müsse jene Verkehrswege freihalten, die verkehrswichtig und gefährlich zugleich seien. „Die Hannenstraße sei durchaus verkehrswichtig, aber nicht gefährlich“, so Onkelbach. Dagegen sei der Parkweg in Liedberg gefährlich, aber nicht verkehrswichtig, nannte er als Beispiele. Bislang gebe es keine Verpflichtung, Radwege freizuhalten. „Das müssen wir regeln“, so Onkelbach. Die Schwachpunkte der Satzung werden überarbeitet, versprach er. Erste Ideen würden rechtzeitig präsentiert – vor dem nächsten Winter.