Korschenbroich: White Horse Theatre im Gymnasium zu Gast

Im Gymnasium Korschenbroich : Englisches Theater für die Unterstufe

Das White Horse Theatre war im Gymnasium Korschenbroich zu Gast und führte das Stück „Honesty“ auf. Die Spielfreude der Schauspieler wirkte ansteckend auf die Schüler, die im Anschluss Fragen stellen konnten.

Vier „weiße Pferde“ galoppierten am Donnerstagmorgen durch die Aula des Gymnasiums Korschenbroich: Die vier Schauspieler des „White Horse Theatre“ waren auf Einladung der Fachvorsitzenden „Englisch“, Marlies Thüer, gekommen, um den Fünft- und Sechstklässlern auf besondere Weise den Spaß an der englischen Sprache zu vermitteln und um sie ans Theater heranzuführen.

Bei „Honesty“ ging es im Kern um Diebstahl. Und nach dem mitunter sehr turbulenten Stück konnten die Schülerinnen und Schüler die Fragen loswerden, die sie zuvor im Unterricht erarbeitet hatten. Das Bühnenbild war so konzipiert worden, dass es mit einfachsten Mitteln verändert werden konnte – und zusammen mit den vier Schauspielern in einen VW-Bus passt.

Das White Horse Theatre mit Sitz in Soest hat mehrere Theater-Teams. In Korschenbroich standen jetzt Amy Beth Fielding, die unter anderem die Mutter, die alte Frau und Nervensäge von der Bahn verkörperte, Eleanor Kling und Daniel Goodhand – die beiden traten als Bruder und Schwester auf – sowie Devane Boyd, der Dieb, auf. „Honesty“ schrieb Peter Griffith – er nahm dabei Rücksicht auf den Wissensstand der Fünft- und Sechstklässler.

Mucksmäuschenstill wurde es augenblicklich, als Boyd empfahl, sich zurückzulehnen und das Stück zu genießen. „Turn it down“: Die Mutter der beiden Jugendlichen beschwerte sich über die zu laute Musik. Dann schickte sie ihre Kinder zum Einkaufen. Dort sahen sie, wie ein Farbiger, verkörpert durch Devane Boyd, einer alten Nachbarin die Tasche wegriss. Ab diesem Zeitpunkt kam Leben in die Aula, der Dieb mischte sich unter das Publikum, versteckte sich, wurde verfolgt. Die Geschwister versuchten mit viel List und Tücke, an die Tasche zu kommen. Das gelang ihnen aber erst, nachdem sie selbst in unangenehme Situationen geraten waren.

Die Spielfreude wirkte offenbar ansteckend auf die Schülerinnen und Schüler. Und sie waren mutig genug, ihre Fragen zu stellen. Welches deutsche Wort ihr Lieblingswort sei, wurden die Akteure gefragt. Unter den Antworten waren Begriffe wie „Einhorn“, „gemütlich“, „Schnitzel“ und „Dudelsack“. Und die Kinder fragten auch nach den Deutschkenntnissen der Schauspieler, die im Schnitt Mitte 20 sind. Es mag sie getröstet haben, dass die Fähigkeit, Deutsch sprechen zu können, eher begrenzt war.

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