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Korschenbroich: Vorbereitungen für das Oktoberfest der Schützen

Herbstveranstaltungen der Korschenbroicher Schützen : In Lederhose und Dirndl zum Oktoberfest

Das Festzelt wird voraussichtlich am Dienstag aufgebaut, Donnerstag soll es stehen. Zu drei großen Herbstveranstaltungen laden die Korschenbroicher Bruderschaften ein.

Eigentlich hatte er schon längst mal seine Lederhose anprobieren und checken wollen, ob diese noch passt. Doch Thomas Siegers, Präsident der St.-Sebastianus-Bruderschaft, fehlt einfach die Zeit dazu. Denn die Schützen planen nach anderthalb Jahren das erste richtig große Event: Wie im Herbst üblich, soll nach Corona-bedingter Abstinenz in diesem Jahr wieder das traditionelle Oktoberfest stattfinden – in Dirndl und Lederhose versteht sich. Das Motto lautet: „Endlich wier Vreud emm Dörrep!“ – endlich wieder Freude im Dorf.

Normalerweise gibt es für die Herbstveranstaltungen feste Regularien: Oktoberfest, Vogelschuss am Sonntag und in der Woche darauf Königsehrenabend mit Verabschiedung der bisherigen Majestäten und Krönung neuer. Dieses Jahr ist alles anders. Denn die beiden Schützenkönige, Andreas Wegner von der St. Sebastianus Bruderschaft und Jens Buschhüter von der St. Katharina Junggesellen Bruderschaft, hatten ja noch gar kein richtiges Königsjahr. Deshalb fallen der Vogelschuss und auch die Krönung aus. Stattdessen gibt es am Samstag, 23. Oktober, das Oktoberfest und tags darauf den großen Tag der Schützenmusik. Insbesondere dazu laden die Bruderschaften Neubürger ein, um ihnen das Schützenwesen näherzubringen. Der Eintritt am Sonntag ist frei.

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Zu allen drei Veranstaltungen laufen die Vorbereitungen: Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch das Hygienekonzept genehmigt, voraussichtlich Dienstag wird das Festzelt auf dem Matthias-Hoeren-Platz aufgebaut. Siegers geht davon aus, dass es am Donnerstag steht. „Platz wäre für bis zu 1300 Menschen, wir lassen 1000 Gäste zu“, sagt er. Vor dem Festzelt wird es Oktoberfest-Spezialitäten von „Curry Jupp“ alias Volker Kallenberg geben.

Drinnen gilt keine Masken- oder Abstandspflicht, stattdessen 3G-plus. Heißt konkret: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen PCR-Test – maximal 48 Stunden alt – vorlegen oder einen Corona-Schnelltest, der nicht älter als sechs Stunden sein darf. „Ursprünglich hatten wir die 2G-Regel erlassen wollen“, sagt Siegers, „doch dann hätten keine Kinder ins Zelt gedurft.“

Noch gibt es einige wenige Karten: „Für das Oktoberfest etwa 100 und für den Schützenball noch 350 Tickets“, sagt Siegers. Karten sind unter www.unges-pengste.de erhältlich. Eine Abendkasse ist aus hygienischen Gründen nicht vorgesehen.

Im Festzelt werden  Desinfektionsständer aufgestellt und die Gläser an der Theke mit einem speziellen Spülmittel gereinigt. Für die Kontrollen haben die Schützen einen Sicherheitsdienst verpflichtet. Im Eingangsbereich werde es „Kontroll-Straßen“ geben, sagt Siegers und zählt auf: „Für Impfnachweis, Ticketkontrolle und Vergabe der Einlassbändchen. Die Gäste werden etwas Geduld mitbringen müssen.“