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Korschenbroich: Versammlung der Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Abgase

Erste Mitgliederversammlung : Neue Korschenbroicher Initiative hat den Airport Düsseldorf im Visier

Die Gruppe „Bürger gegen Fluglärm und Abgase“ nimmt ihre Arbeit auf. Den Mönchengladbacher Flughafen will sie dabei nicht vergessen.

Das Logo symbolisiert mit dunklem Flugzeug über heller Waldlandschaft das Anliegen. Die Satzung liegt beim Amtsgericht zur Genehmigung vor. Der Vorstand steht. Damit hat die neue Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Abgase in Korschenbroich die entscheidenden Schritte für die Vereinsarbeit gelegt. Nach der Gründungsversammlung im Juli gab es nun in der Alten Schule die erste Mitgliederversammlung.

Der Düsseldorfer Flughafen liegt weiter weg von Korschenbroich als der Gladbacher. Dennoch sieht die Initiative den Luftverkehr dort kritisch. Foto: Andreas Endermann

Der Besuch von nur 16 Fluglärmgegnern mochte enttäuschend gewesen sein, doch dafür gaben Vereinsbeitritte am Abend das klare Signal zum Mittun. Steffen Eckert, mit Gabi Pauly Initiator der Vereinsgründung, stellte fest, dass es in der Stadt zwar bereits Initiativen gegen den Fluglärm gebe. Der neue Verein konzentriere sich aber abweichend von den anderen auf die Auswirkungen des Flugverkehrs aus Düsseldorf. Das heiße aber nicht, dass darüber der Flughafen Mönchengladbach aufgewertet werden sollte.

Bei der Namensfindung sei es ein Anliegen gewesen, sich gegen Fluglärm und Abgase auszusprechen. Eckert betonte die Bereitschaft zur Kooperation mit Initiativen in und außerhalb der Stadt. Als Zeichen des Zusammenwirkens zeigte er einen Flyer zum Flugverkehr mit dem Logo des neuen Vereins neben den Markenzeichen der Initiativen „Bürger gegen Fluglärm“, „Kaarster gegen Fluglärm“ und „Gegen Fluglärm MG-Ost“.

Das Logo des neuen Vereins. Foto: BAF Korschenbroich

Gisela Lübben wies auf die klimaschädlichen Auswirkungen des Flugverkehrs hin  und mahnte eindringlich vor gesundheitsschädigenden Folgen für nachwachsende Generationen. Wolfgang Houben erinnerte an den ersten Bürgerprotest gegen Fluglärm in den 1970er Jahren in einer Gaststätte. In Kleinenbroich wurde 1990 eine Initiative gegründet. Diese habe intensiv Einfluss genommen auf das Planfeststellungsverfahren Flughafen Düsseldorf.

Für die kommende Mitgliedersitzung plant Eckert eine Darstellung alternativer Messgeräte. Gängige Lärmmessstationen kosteten zwischen 10.000 und 15.000 Euro, berichtete der Vorsitzende. Zudem akzeptiere laut Flughafensprecher der Flughafen nur eigene Messungen zu Lärmbelästigung und Abgasen. Zum vielfach thematisierten Ausbau des Mönchengladbacher Flughafens stellte Houben fest, dass keine Verlängerung der Landebahn geplant sei. Angestrebt sei der gewerbliche Ausbau.

Der Vorstand mit dem Vorsitzenden Steffen Eckert, Stellvertreterin Gisela Lübben, Schatzmeisterin Gabi Pauly sowie den Beisitzern Wolfgang Houben und Werner Ortmann wurde bestätigt. Bestätigt wurden ebenso die Satzung, die beim Amtsgericht zur Genehmigung vorliegt, wie auch die jährliche Beitragshöhe von 20 Euro pro Mitglied und 10 Euro für weitere Familienmitglieder über 16 Jahren. Kinder sind vom Beitrag befreit.