Korschenbroich: Uwe Schoknecht in Partnerstadt Schorfheide verabschiedet

Schorfheider Bürgermeister verabschiedet : Führungswechsel in der Korschenbroicher Partnerstadt

Der langjährige Schorfheider Bürgermeister Uwe Schoknecht wurde offiziell verabschiedet. Amtskollege Marc Venten reiste aus diesem Anlass extra nach Brandenburg.

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Schorfheide wurde der langjährige Bürgermeister Uwe Schoknecht verabschiedet. Rund 400 Gäste kamen in die Hans-Wendt Sporthalle in Finowfurt, darunter Vertreter der Bundes- und Landesregierung, des Landkreises sowie der polnischen Partnerstadt Mielno. Auch Korschenbroichs Bürgermeister Marc Venten nahm an der Feier in der Partnerstadt teil.

Schoknecht war nicht nur bein Schorfheider Bürgern beliebt, auch von Venten wird er sehr geschätzt. Die Gemeinde hat sich in den vergangenen Jahren beispielhaft entwickelt. So beträgt die Arbeitslosenquote dort mittlerweile nur noch etwas mehr als fünf Prozent.

Uwe Schoknecht war seit der Bildung der Gemeinde Schorfheide ihr hauptamtlicher Bürgermeister. Zuvor war er bereits Amtsdirektor der Gemeinde Finowfurt. Er gehört der Wählergemeinschaft „Bündnis Schorfheide“ an, das in der Gemeindevertretung die größte Fraktion stellt. Sein Nachfolger ist Wilhelm Westerkamp, der ebenfalls dem Bündnis Schorfheide angehört. Er setzte sich in der Stichwahl Ende September 2019 knapp gegen seine Mitberwerberin durch und tritt sein  Amt offiziell am 8. Januar an.

Die Gemeinde Schorfheide wurde im Zuge einer Kommunalreform in Brandenburg im Jahr 2002 aus mehreren bis dahin selbständigen Orten gebildet. Sie hat heute rund 10.000 Einwohner. Hauptortsteil ist die früher selbständige Gemeinde Finowfort. Schorfheide ist eine  Flächengemeinde, ihr Gebiet ist fast fünf mal so groß wie das der Stadt Korschenbroich. Prägend ist die Schorfheide, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland, das der Gemeinde auch ihren Namen verleiht. Das Jagdgebiet war schon zur Kaiserszeit beliebt.

 An die lange Jagdtradition erinnert das Museum im ehemaligen Jagdschloss Groß Schönebeck mit einer Dauerausstellung. Sehenswert ist auch das Jadgschloss Hubertusstock, das nicht nur Kaiser Wilhelm II sowie den Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg als Jadgresidenz diente, sondern von der DDR-Staatsregierung auch als offizielles Gästehaus genutzt wurde. Heute ist es Teil eines Tagungshotels.

Die Städtepartnerschaft zwischen Korschenbroich und Schorfheide bzw. Finowfurt feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Es finden nach wie vor regelmäßige Besuche statt. In den Anfangsjahren nach der Wiedervereinigung haben Korschenbroicher wie Willi Esser und Franz Dommers dabei geholfen, eine Gemeindeverwaltung nach nordrhein-westfälischem Vorbild in Finowfurt aufzubauen. Bereits seit dieser Zeit war Uwe Schoknecht, zunächst als Hauptamtsleiter, später dann als Amtsdirektor und Bürgermeister in der Gemeindeverwaltung tätig.

Für seine Verdienste um die Städtepartnerschaft wurde er im April 2019 in Korschenbroich mit dem Kirsmicher Taler ausgezeichnet. Er hat außerdem im Herbst an der Romwallfahrt der europäischen Gemeinschaft historischer Schützen teilgenommen, die von der Musikkapelle Kleinenbroich und einer großen Schützenabordnung aus Korschenbroich begleitet wurde.

(RP)