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Korschenbroich und Jüchen: Gottesdienste abgesagt, Stadt nur eingeschränkt verfügbar

Coronavirus : Weitere Sicherheitsvorkehrungen in Korschenbroich und Jüchen

Die Dienste der Behörden stehen nur eingeschränkt zur Verfügung, Schulen und Kitas schließen, Gottesdienste und noch mehr Veranstaltungen werden abgesagt.

Am Samstag haben sich die Bürgermeister von Korchenbroich und Jüchen per Videokonferenz mit dem Landrat und ihren Amtskollegen im Rhein-Kreis Neuss auf eine abgestimmte Vorgehensweise zum Umgang mit dem Coronavirus geeinigt.

Veranstaltungen In Jüchen wurden bereits am Donnerstag alle städtischen Veranstaltungen bis zum 19. April abgesagt. In Korschenbroich galt das zunächst nur bis Ende März, am Wochenende wurde die Frist ebenfalls bis 19. April verlängert. Darüber hinaus werden nun mit Allgemeinverfügung in Jüchen alle öffentlich zugänglichen Veranstaltungen bis auf weiteres, mindestens aber bis zum 19. April untersagt. Nicht betroffen ist die Gastronomie, sofern es sich nicht um beworbene Veranstaltungen handelt. Die Wochenmärkte in Jüchen und Hochneukirch sind bisher ebenfalls nicht betroffen. In Korschenbroich sind dem Erlass des Landes entsprechend alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abgesagt, der Beigeordnete Thomas Dückers, der auch Leiter des Krisenstabs ist, rät Organisatoren, auch kleinere Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Die Verwaltung werde in Einzelfallprüfung entscheiden, ob eine Durchführung möglich ist und welche Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind. Abgesagte Veranstaltungen werden weiterhin auf der Homepage der Stadt veröffentlicht.

Öffentliche Einrichtungen Auch alle städtischen Bürgerhäuser, Begegnungs- und Kulturstätten, Sporthallen, Sportplätze und die Hallenbäder in beiden Städten sind betroffen. Die Stadt Jüchen teilt mit, dass bis 19. April alle Rats- und Ausschusssitzungen abgesagt, der Publikumsverkehr eingeschränkt und alle Verwaltungsgebäude geschlossen werden. Die Dienststellen blieben zwar weiterhin geöffnet, aber Dienstleistungen seien nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. Trauungen können in Absprache mit den Standesbeamten stattfinden. Ab Montagmittag ist in Jüchen wochentags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer (02165) 9153233 eine Hotline eingerichtet.

Schulen und Kinderbetreuung Bereits am Freitag war beschlossen worden, in beiden Städten die Schulen ab Montag zu schließen, bis einschließlich Dienstag aber noch Betreuung anzubieten, falls Eltern privat keine Alternative finden. Ab Mittwoch, 18. März, erfolgt die Betreuung nur noch für Kinder der Stufen 1 bis 6, wenn deren Eltern in so genannten unentbehrlichen Schlüsselfunktionen arbeiten (zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung, des öffentlichen Lebens, in der Pflege und im medizinischen Bereich). In Kitas und ähnlichen Einrichtungen gilt ab Montag ein Betretungsverbot. Ausgenommen ist die Betreuung von Kindern, deren Eltern in unentbehrlichen Schlüsselfunktionen arbeiten.

Biete/ suche Hilfe „Ich hoffe, dass sich die Menschen in unserer Stadt weiterhin gegenseitig unterstützen“, appellierte Korschenbroichs Bürgermeister Marc Venten. „Es ist die Stärke unserer Stadt, dass sich Nachbarn noch kennen und füreinander einstehen.“ Menschen, die Hilfe anbieten wollten oder benötigten, könnten sich per Mail an die Ehrenamtsbörse der Stadt wenden.

Kirche Die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Korschenbroich teilt mit, dass bis 18. April alle Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft geschlossen bleiben. Eucharistiefeiern an Wochentagen und an Sonntagen werden von den GdG-Priestern nicht öffentlich stellvertretend für die Gläubigen gefeiert. Über die Feier der Kar- und Ostergottesdienste soll noch entschieden werden. Alle Veranstaltungen, inklusive der Orgelwoche, sind abgesagt. Vorbereitungen für die Erstkommunion werden verschoben. Über die Feier der Erstkommunion wird noch entscheiden. Taufen, Trauungen oder Begräbnisse können im „familiären Rahmen“ in den Kirchen stattfinden.