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Korschenbroich: Thomas Baum hat ein Buch zur "Strategie in der Gefahrenabwehr" geschrieben

Korschenbroicher veröffentlicht Buch über „Strategie in der Gefahrenabwehr“ : Feuerwehrmann, Komponist und jetzt Buchautor

Thomas Baum ist Brandamtsrat und hat ein Buch über die „Strategie in der Gefahrenabwehr“ geschrieben. In seiner Freizeit komponiert er Märsche für die Schützen.

Er ist Ur-Korschenbroicher, hat einen Marsch für die St. Katharina Junggesellen-Bruderschaft und einen Bundesmarsch komponiert. „Die besten Ideen habe ich beim Spazierengehen“, sagt Thomas Baum. Der dreifache Vater dürfte in den letzten Monaten oft unterwegs gewesen sein: In seinem Fachbuch „Strategie in der Gefahrenabwehr“, das in der zweiten Jahreshälfte beim Kohlhammer-Verlag erscheinen wird, steckt nämlich jede Menge Gehirnschmalz.

Dass er sich ausgerechnet dieses Themas angenommen hat, hat zwei Gründe: Erstens ist die Gefahrenabwehr eine Aufgabe als Brandamtsrat bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Und zweitens hatte ihm Ehefrau Sandra den Klassiker „Vom Kriege“ des Autors Carl von Clausewitz (1780 bis 1831) geschenkt. Das unvollendete Hauptwerk des preußischen Militärwissenschaftlers war für Thomas Baum eine ungeahnte Inspirationsquelle. Schnell erkannte er aber auch, dass man die Thesen des alten Preußen nicht ein zu eins auf die Gefahrenabwehr beispielsweise bei der Feuerwehr übertragen kann.

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„Ziel, Mittel und Zweck bilden eine Achse“, erklärt der 40-Jährige, der aus einer alten Feuerwehrfamilie stammt und dem Löschzug Korschenbroich als ehrenamtlicher Stadtbrandinspektor angehört. Baum, der nach seinem Abitur am Korschenbroicher Gymnasium in Neuss eine Lehre zum Industriemechaniker absolviert und später an der Fachhochschule Krefeld Maschinenbau studiert hatte, setzte sich intensiv mit den Begriffen Strategie und Taktik auseinander.

„Das ging mir ständig durch den Kopf, ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht“, sagt der Autor. Zwei Jahre habe es gedauert, bis das 120 Seiten starke Buch fertig war, viel Freizeit sei dafür draufgegangen: „Ich glaube, meine Frau hat bereut, dass sie mir das Buch ‚Vom Kriege’ geschenkt hat“, vermutet Thomas Baum.

In der Heftenreihe „BrandSchutz“, die Baum scherzhaft die „Feuerwehr-Bravo“ nennt, sind schon kürzere Texte veröffentlicht worden. Die Erkenntnisse, so Baum, seien aber nicht nur für die Feuerwehr von Nutzen. „Auch für Hilfsorganisationen wie das DRK ist das, was ich geschrieben habe, interessant“, erklärt der Autor und beim Kohlhammer-Verlag sieht man das offenbar genauso: „Strategie in der Gefahrenabwehr erscheint nicht in der ‚roten Reihe’ der Feuerwehrliteratur, sondern in der ‚blauen Reihe’, in der der Verlag allgemeine Fachbücher herausgibt. Thomas Baum hofft, dass sein Buch nicht ganz so schwer zu lesen ist wie das Werk des Preußen von Clausewitz: „Da musste ich bestimmte Stellen bis zu fünf Mal lesen, um den Inhalt zu verstehen.“