Korschenbroich: Standort für Feuerwehrgerätehaus in Pesch gefunden

Grundstück am Pescher Friedhof geeignet : Standort für Pescher Feuerwehrhaus gefunden

Gebaut werden soll an der Straße „Am Taubenschlag“.

Dass das alte Feuerwehrgerätehaus in Pesch den Anforderungen des Brandschutzbedarfsplans nicht mehr gerecht wird, ist seit langem klar. Sicher ist ebenfalls, dass es einen Neubau geben soll. An welcher Stelle dieser jedoch im Ortsteil entstehen kann, dies war bislang noch nicht entschieden. Der Planungsausschuss hatte die Verwaltung vor knapp einem Jahr beauftragt, nach einem geeigneten Standort zu suchen und entsprechend die Änderung des Flächennutzungsplans vorzubereiten. Nun konnte die Stadt ihre Ergebnisse präsentieren.

Da klar war, dass das neue Gebäude wieder im inneren Ortsbereich stehen muss, um die Hilfsfristen bei einem Feuerwehreinsatz einhalten zu können, standen zunächst drei Standorte im Fokus – keiner erwies sich als vollauf tauglich. So wurde letztlich ein städtisches Grundstück an der Straße „Am Taubenschlag“, welches unmittelbar am Friedhof Pesch liegt, zum Favoriten. „Neben der ausreichenden Größe weist dieses Grundstück den Vorteil einer zentralen Lage unweit der Wohnorte der Einsatzkräfte und inmitten des Einsatzgebietes der Löschgruppe Pesch auf“, heißt es in der Beurteilung der Verwaltung. Zudem habe bei der Abwägung auch bereits eine feuerwehrtechnische Untersuchung eine Rolle gespielt, fügte Amtsleiter Dieter Hoffmans hinzu.

CDU und SPD begrüßten die Wahl, beide Fraktionen bewerteten das Grundstück als den „geeignetsten Standort“. Wolfgang Houben (Bündnis90/Die Grünen) bemängelte dagegen, dass jener Bereich in einer Tempo-30-Zone liege. Der Ausschuss-Vorsitzende Hans-Willi Türks entgegnete dem, dass es in Herrenshoff und Kleinenbroich ähnlich sei und es dort deswegen bislang keine negativen Auswirkungen gegeben habe. Peter Holzenleuchter (CDU) betonte: „Der größte Feind der Feuerwehrleute ist die Zeit, deswegen muss die Feuerwehr in der Fläche bleiben.“ Und Albert Richter (SPD) fügte hinzu: „Es ist gut, dass es bereits eine feuerwehrtechnische Untersuchung gegeben hat. Nun ist es aber ebenso wichtig, den Anwohnern Gehör zu verschaffen.“ Denn nun wird die Verwaltung zur Änderung des Flächennutzungsplans eine frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchführen.

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