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Korschenbroich: Stadtrat beschließt Konzept für Rathaus-Umbau

Diskussion in Korschenbroich : Stadtrat beschließt Rathaus-Konzept

Die Aktive stimmte als einzige Fraktion gegen die Freigabe der Haushaltsmittel. Sie zweifelte den berechneten Platzbedarf an.

Die Stadt Korschenbroich will ihr Rathaus umbauen, weil es an manchen Stellen zu eng geworden ist. Darüber wurde bereits mehrfach beraten. Die Mittel, um ein Raumkonzept zu planen und zu erstellen, waren im Haushalt 2019 vorgesehen. Der Stadtrat hatte jetzt darüber zu befinden, diese Mittel für ihren Zweck freizugeben, damit das Konzept umgesetzt werden kann.

Schon in vergangenen Sitzungen hatte die Fraktion Die Aktive dagegen gestimmt. Im Rat erläuterte Fraktionsmitglied Hanns-Lothar Endell seine Bedenken: „Wir haben einen Vergleich gezogen beim Raumbedarf je Tausend Einwohner.“ Da liege die Stadt Korschenbroich nur im Mittelfeld. Rund um die Sebastianusstraße gebe es hingegen eine Fläche von etwas über 2000 Quadratmeter für die Stadtverwaltung. Das Ausbauziel seien 125 Arbeitsplätze mit 16 Quadratmetern pro Arbeitsplatz. Die Landesverwaltung habe ihm auf Anfrage mitgeteilt, dass bei Neubauten 17 Quadratmeter pro Büro für zwei Personen ausreichend seien.

Bei der Flächenrechnung müsse man natürlich berücksichtigen, so Bürgermeister Marc Venten in seiner Antwort, „dass hier im Rathaus Don-Bosco-Straße ein großes Archiv im Keller ist, Das ist ebenso in Ihre Berechnung mit eingeflossen wie der Ratssaal. Ich kann aber weder in den Keller noch in den Ratssaal Mitarbeiter setzen.“

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Diese Flächen müsse man abziehen, um ein realistisches Bild zu bekommen. Man müsse auch berücksichtigen, dass man im Bestand umbaue, also in den schon dort stehenden Gebäuden. „Wenn wir neu bauen könnten, würden wir ganz anders planen können.“ Das Gebäude an der Don-Bosco-Straße sei ursprünglich als Schulgebäude errichtet worden. „Dass da nicht jeder Quadratzentimeter optimal genutzt werden kann, ist auch logisch.“

Dennoch: Am Schluss blieb die Fraktion Die Aktive bei ihrer Ablehnung. Aber da alle übrigen Fraktionen zustimmten, passierte die Freigabe der Mittel den Rat ohne Probleme.