Korschenbroich: Stadt will Umbau im Rathaus Sebastianusstraße vorantreiben

Verwaltung in Korschenbroich benötigt Arbeitsplätze : Stadt will Rathaus-Umbau vorantreiben

Um dringend benötigte Arbeitsplätze für die Verwaltung zu schaffen, soll für 130.000 Euro das Erdgeschoss im Rathaus Sebastianusstraße umgebaut werden. Dazu müssen aber derzeit gesperrte Haushaltsmittel freigegeben werden.

Die Stadt Korschenbroich sieht dringenden Handlungsbedarf, die Raumsituation für die Verwaltung zu verbessern, und will daher den Umbau des Rathauses an der Sebastianusstraße forcieren. Bereits im Juli hatte sie dem Rat berichtet, dass sich die Raumsituation drastisch verschärft habe und insgesamt 15 Arbeitsplätze fehlten. Im Hauptausschuss am heutigen Donnerstag (Beginn ist um 18 Uhr) wird die Stadt nochmals die Umbaupläne thematisieren, deren Kosten auf etwa 130.000 Euro geschätzt werden.

Da der Stadtrat jedoch im vergangenen November investive Haushaltsmittel in Höhe von 70.000 Euro gesperrt hat, wäre derzeit nur ein Vergabeverfahren für Teilleistungen der Planung möglich. Dies würde eventuell zu zwei Ausschreibeverfahren führen – mit der Folge, auch zwei unterschiedliche Architekten beauftragen zu müssen. Deshalb plädiert die Stadt für die Freigabe der gesamten erforderlichen Mittel, um den Umbau des Erdgeschosses vorantreiben zu können.

In ihrer Sitzungsvorlage macht die Verwaltung deutlich, dass möglichst schnell gehandelt werden müsse. „Selbst bei sofortiger Freigabe der erforderlichen Mittel muss davon ausgegangen werden, dass es bereits während der Umbauphase unerlässlich sein könnte, Bürocontainer zwecks Bereitstellung von zwingend nötigen Arbeitsplätzen anzumieten“, heißt es in der Sachdarstellung, in der die Situation in allen drei Rathäusern beschrieben wird.

Während an der Regentenstraße die derzeit benötigten Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, könnten an der Don-Bosco-Straße laut Verwaltung „aktuell mit geringerem Aufwand vier Arbeitsplätze im Erdgeschoss geschaffen werden“. Im Rathaus Sebastianusstraße seien indes keine weiteren Möglichkeiten vorhanden, um mehr Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Dort bliebe nur der Umbau des Erdgeschosses.

Erste Überlegungen in diese Richtung hatte es bereits im Jahr 2016 gegeben, als aufgrund der Flüchtlingssituation erstmalig ein erhöhter Bedarf an Arbeitsplätzen in der Kernverwaltung entstanden war. Zwischenzeitlich hatte sich die Situation zwar wieder etwas entschärft, insgesamt habe die Entwicklung in den letzten drei Jahren aber laut Stadt gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Zusätzliche Arbeitsplätze seien erforderlich geworden aufgrund neuer Aufgaben und Projekte – wie beispielsweise die Digitalisierung, das Flächenmanagement oder die Aufstockung der Wirtschaftsförderung –, aufgrund der Teilung von Vollzeit- in Teilzeitstellen sowie der erhöhten Anzahl von Auszubildenden. In ihrer Sachdarstellung führt die Stadt zudem an, dass bei der Nutzung vorhandener Arbeitsplätze zeitweise freie Plätze – durch Urlaub, Krankheit oder Mutterschutz – bereits berücksichtigt werden. Zudem werde die räumlich getrennte Unterbringung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Amtes schon toleriert und in Kauf genommen.

Der Umbau des Erdgeschosses im Rathaus Sebastianusstraße bezeichnet die Stadt bereits als „kleine Lösung“. Ohne die Freigabe der erforderlichen Mittel sei aber eine Fortführung der Zentralisierung der Verwaltung sowie die optimierte Nutzung der Rathäuser nicht möglich.

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