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Korschenbroich: Stadt will noch mehr Effizienz durch neue Organisation

Vorstellung der neuen Aufbaustruktur : Verwaltung will mit neuer Organisation noch effizienter werden

Die Stadtverwaltung Korschenbroich hat ihre Strukturen analysieren lassen. Nun präsentierte Bürgermeister Marc Venten die Ergebnisse. Von den daraus resultierenden Veränderungen sollen sowohl die Mitarbeiter als auch die Bürger profitieren.

Die Abstimmung fiel bei nur drei Enthaltungen eindeutig aus. Der Rat der Stadt Korschenbroich stimmte in seiner Sitzung am Donnerstagabend der neuen Organisationsstruktur der Gesamtverwaltung zu, die die Stadt mit dem Beratungsunternehmen „Das Stellwerk“ im vergangenen Jahr erarbeitet hat. Damit wurde ein Projekt abgeschlossen, das seinen Ursprung im Sommer 2017 hatte.

„Wir sind damals mit unseren räumlichen Kapazitäten an Grenzen gestoßen. Das war für uns der konkrete Anlass, um einmal einen genauen Blick auf unsere Verwaltung zu werfen“, sagte Bürgermeister Marc Venten, der die Ergebnisse der Organisationsuntersuchung nun vorstellte. Der Stadt sei es vor allem um die Frage gegangen, welche Veränderungen im Aufbau der Gesamtverwaltung notwendig sind und wie eine zukunftsfähige Aufbauorganisation aussehen soll. Klar war, dass es durch die Veränderungen keine Mehrausgaben geben durfte und dass die Anzahl von drei Fachbereichen beibehalten werden sollte.

„Sehr wichtig war uns, dass wir eine mitarbeiterbasierte Untersuchung machen, um die größtmögliche Transparenz und Akzeptanz zu erzielen. Schließlich sind es die Mitarbeiter, die die neue Struktur umsetzen müssen“, betonte Venten. So stand eine Führungskräftebefragung am Beginn einer umfangreichen Analyse. Entscheidend war letztlich ein zweitägiger Strukturmodell-Workshop, bei dem eine Modellkommission gemeinsam mit vielen Mitarbeitern die neue Aufbauorganisation erstellte.

Nach dieser gibt es weiterhin drei Fachbereiche. Der erste wird von Bürgermeister Venten geleitet und bündelt die Zentralen Dienste. Dazu gehört künftig auch der Bereich Organisation und Personal, so dass laut Venten viele Schnittstellen abgebaut werden können. Zudem wird der Bereich Recht ab dem 1. September dem Referat des Bürgermeisters zugeordnet.

Dem Fachbereich Bürgerservice und Finanzen steht Stadtkämmerer Thomas Dückers vor. Bereits ab dem 1. März wird das Amt Bildung, Kultur und Sport, das bislang dem Fachbereich 1 zugeordnet war, unter seine Leitung fallen. Im Fachbereich Planung und Infrastruktur des Beigeordneten Georg Onkelbach wird ab dem 1. Januar 2020 die Abfallentsorgung mit dem Abwasserbetrieb zu einem städtischen Entsorgungsbetrieb zusammengelegt. Zur gleichen Zeit wird der städtische Eigenbetrieb Stadtpflege wieder in die Kernverwaltung eingegliedert und dem Bereich Straßenbau und Grünflächen zugeordnet.

Für den Bürger werde sich in der Praxis nicht viel durch die neue Aufbaustruktur ändern, sagte Venten. „Wir waren zuvor schon gut aufgestellt. Aber wir wollen dadurch noch effizienter werden. Und davon werden letztlich alle profitieren.“