Korschenbroich: Stadt erfasst für Flächenmanagement 2245 Räume

Abschlussbericht Flächenmanagement : Stadt Korschenbroich erfasst 2245 Räume

Die Verwaltung hat ihren Bericht zum Flächenmanagement vorgelegt. Einsparpotenziale sind gering, der Raumbedarf in Korschenbroich wird eher steigen. Das gilt vor allem für Kindergärten – und das Gymnasium.

Es war eine umfangreiche Arbeit, die sich die Stadt Korschenbroich in den vergangenen beiden Jahren gemacht hat. Bestandsdaten wurden erfasst, Planunterlagen digitalisiert, Erstbegehungen in Gebäuden durchgeführt und diese ausgewertet. Herausgekommen ist nun der Abschlussbericht Flächenmanagement und Optimierung, den der Beigeordnete Georg Onkelbach und Michael Deprez, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement und Umwelt, im Hauptausschuss vorstellten – und der viele beeindruckende Zahlen beinhaltet.

So erfasste die Stadt eine Gesamtfläche in Gebäuden von 82.469,63 Quadratmetern sowie 2245 Räume, die laut Deprez in der Datenbank alle eine Nummerierung erhielten und damit künftig eindeutig zuzuordnen seien. „Für uns von Interesse sind die Nettogrund- und damit die eigentlichen Nutzflächen“, sagte Deprez. Auf folgende Bereiche verteilen sich die Flächen.

Schulen Gleich 43 Prozent der Gesamtnettofläche entfallen auf die sieben Grundschulen, Haupt- und Realschule sowie das Gymnasium. „Bei den Grundschulen ist eine flexible Nutzung von Räumen für Schulbetrieb und das Angebot der Offenen Ganztagsschule wichtig, um möglichst Neubaumaßnahmen zu vermeiden“, sagte Deprez. Beim Gymnasium sei durch die Rückkehr zu G9 ein Flächendefizit zu erwarten. Einsparpotenziale gebe es dort keine mehr, betonte Deprez.

Sportstätten Mehr als 18.000 Quadratmeter stehen der Stadt in den Sportstätten zur Verfügung. Die Analyse der Verwaltung hat ergeben, dass für den Schulsport rechnerisch genügend Übungseinheiten bestehen, wenn die kleinen Sporthallen berücksichtigt werden. Allerdings dürften auch hier steigende Schülerzahlen zu einem Neubaubedarf führen. Zudem sollte es künftig eine stärkere Einbeziehung der Vereine in die bauliche Unterhaltung der Klubheime geben.

Kindergärten In den zwölf Kindergärten gibt es laut des Abschlussberichtes 4,5 Quadratmeter Betreuungsfläche pro Kind. Angesichts einer Überbelegung (880 Kinder, 846 Plätze) gibt es kein Einsparpotenzial, stattdessen ist die Schaffung weiterer Plätze erforderlich.

Rathäuser Sebastianusstraße, Don-Bosco-Straße, Regentenstraße: An drei Standorten befinden sich Ämter der Verwaltung. „Flächenoptimierungen sind in dem Bereich nur durch grundsätzliche Änderungen möglich, durch Gruppen- oder Großraumbüros“, sagte Deprez.

Feuerwehr Neben der großen Wache in Korschenbroich gibt es noch vier Feuerwehrgerätehäuser sowie ein angemietetes Gerätehaus. Den Hauptteil der Fläche nehmen mit 46 Prozent die Stellplätze der Fahrzeuge ein. Auch hier gibt es laut Bericht kein Einsparpotenzial, jedoch könnten Schulungsräume auch multifunktional genutzt werden.

Bürgerhäuser Drei der sechs Bürgerhäuser werden komplett durch Vereine genutzt, insgesamt überwiegt die Fremdnutzung. „Auch hier sollten die Vereine in die Unterhaltung der Gebäude stärker einbezogen werden“, sagte Deprez.

Wohnhäuser Die Stadt verfügt über 127 Wohneinheiten, wobei die Notunterkünfte in der Fläche leicht überwiegen. Deprez wies auf einen Sanierungs- und Investitionsstau hin, Veräußerungen könnten einen Konsolidierungsbeitrag leisten.

Das Flächenmanagement macht zudem auf Einsparpotenziale bei der Gebäudereinigung aufmerksam, da es auf 90 Prozent der Flächen eine Fremdreinigung gebe. Das gesamte rechnerische Einsparpotenzial – bei Flächen und Reinigung – liegt derzeit bei 78.000 Euro im Jahr.

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