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Korschenbroich: Stadt beteiligt sich am Corona-Gedenktag

Korschenbroich beteiligt sich am Gedenktag für Corona-Opfer : Sonntag um 13 Uhr läuten stadtweit die Glocken

Um der Opfer der Corona-Pandemie zu gedenken, findet in vielen Städten in Deutschland am Sonntag ein Gedenktag statt. Auch Korschenbroich beteiligt sich daran und lässt die Glocken für die Verstorbenen läuten.

Im gesamten Korschenbroicher Stadtgebiet werden am Sonntag ab 13 Uhr zehn Minuten lang zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie die Kirchenglocken läuten. Damit beteiligt sich die Stadt am Gedenktag, den Bundespräsident Frank Walter Steinmeier für den 18. April ausgerufen hat.

„Weltweit sind es fast drei Millionen, bundesweit bald 80.000 Menschen, zehn Opfer hat Corona bisher in Korschenbroich gefordert. Auf den ersten Blick wirken diese Zahlen abstrakt. Doch sie werden schnell sehr konkret, sobald man die Schicksale dahinter betrachtet oder gar Betroffene kannte beziehungsweise kennt“, heißt es in der Erklärung, die Bürgermeister Marc Venten sowie die Pfarrer Marc Zimmermann, Michael Tewes, Peter Grotepaß, Gernot Wehmeier und Diakon Christian Wolter unterschrieben haben.

„In der Krise sind unser Zusammenhalt und unsere Solidarität mehr denn je gefragt. Wir sind als Gemeinschaft aufeinander angewiesen. Hilfe anbieten, flexibel bleiben, Geduld zeigen“, heißt es in dem Brief. Und weiter: „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viele gute und ermutigende Beispiele dieser Art in unserer Stadt beobachten dürfen. Manche positive Kreativität hat die Ausnahmesituation zutage gefördert. Bescheidenheit und Dankbarkeit bekamen neues Gewicht.“

In ihrem Brief heißt es zudem: „Viele von uns entdecken Ermüdungserscheinungen, sind gereizt, verzweifelt. Angehörige der besonders betroffenen Berufsgruppen sind erschöpft. Es fällt uns zunehmend schwer, Online-Formate als Ersatz für reale Begegnungen zu akzeptieren. Wir möchten einander umarmen, miteinander unbeschwert feiern und lachen, endlich das Licht am Ende des Tunnels nicht nur in Aussicht gestellt bekommen – sondern erleben. Der Weg dorthin verlangt uns weiterhin verantwortungsbewusstes und rücksichtsvolles Handeln ab.“

Auch dazu würden die Glocken mahnen. Als weiteres Zeichen des Zusammenhalts wird die Kerze, die zu Beginn der Legislaturperiode des Stadtrats von der Kirche gestiftet wurde, am Samstag um 18.45 Uhr in der Messe in St. Andreas brennen.