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Korschenbroich: Sportvereine haben trotz Pandemie mehr Mitglieder

Sportvereine in Korschenbroich : Mehr Mitglieder bei Sportvereinen in der Pandemie

Trotz Pandemie haben der Glehner Turnverein sowie der Glehner SV keine Mitglieder verloren. Im Gegenteil: Sie konnten sogar mehr Vereinsmitglieder gewinnen.

Sie trotzen erfolgreich der Pandemie und den Corona-Bestimmungen – die Sportvereine in Glehn. „Aktuell haben wir 1843 Mitgliedern und konnten den Stand von vor der Pandemie sogar toppen“, sagt Brigitte Bienioschek, Geschäftsführerin des Glehner Turnvereins. Ebenso erfreut äußert sich der Vorsitzende des Glehner Spielvereins, Norbert Jurczyk: „Der Glehner SV hatte zum Jahresende eine Rekord-Mitgliederzahl von 661 Spielern.“ Also sind es jetzt trotz der Impfvorschriften elf Spieler mehr als vor der Pandemiezeit.

 Vorsitzender Norbert Jurczyk.
Vorsitzender Norbert Jurczyk. Foto: SV Glehn

Der SV-Chef erklärt: „Im Seniorenbereich sind alle Spielerinnen und Spieler vollständig geimpft. Es ist nur aus dem Freizeitbereich von einem der ‚Alten Herren’ bekannt, dass er ungeimpft ist. Dieser Spieler nimmt aktuell nicht am Sportbetrieb teil.“ Viel Überzeugungsarbeit habe der SV Glehn nicht leisten müssen. Jurczyk: „Die Spielerinnen und Spieler sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.“ Und wie hat der Verein die Corona-Schutzverordnung vom November 2021 umgesetzt, nach der Jugendliche bis 16 Jahren getestet sein müssen? Jurczyk dazu: „Das führte dazu, dass in der A-Jugend mit Zustimmung des Verbandes einige Spiele bis zur Winterpause abgesetzt wurden. Die Altersklasse der 16- bis 18-Jährigen hatte deutschlandweit erst sehr spät Impfangebote erhalten und war noch nicht vollständig durchgeimpft.“

 Geschäftsführerin Brigitte Bienioschek.
Geschäftsführerin Brigitte Bienioschek. Foto: Karin Verhoeven-Meurer
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Doch es sei davon auszugehen, dass nicht zuletzt wegen dieser  Einschränkungen mehrere Spieler das Impfangebot nun beschleunigt angenommen haben. Die Verordnung 2G-plus für Hallentraining sei aktuell nicht relevant, denn mangels Kapazitäten habe der Verein nur sehr wenige Hallenzeiten. „Und dann nur für unsere Kleinsten, die nicht getestet werden müssen“, so Jurczyk.

Auch die Geschäftsführerin des Glehner Turnvereins gibt sich gelassen und sagt: „Seit dem 28. Dezember 2021 gilt für uns 2G-plus.“ In den Ferien sei dies nicht sonderlich relevant gewesen, denn die Stadt hatte in den Schulferien die Hallen geschlossen. Bienioschek lobt die Impfmoral der Vereinsmitglieder: „Impfen war gar kein Thema. Das Gros ist geimpft. Aber wir hatten natürlich Teilnehmer, die aus Sicherheitsgründen in der Pandemiezeit nicht in die Hallen gehen mochten.“

Die seit Dezember vorgeschriebenen Coronatests seien ebenfalls kein Problem gewesen, das hätten die Gruppen selbst geregelt. Die Erwachsenen hätten sich zudem schon sehr frühzeitig in ihren Gruppen geeinigt, dass sie sich zusätzlich zur Impfung sicherheitshalber testen.