Korschenbroich: SPD und CDU wollen Bebauungsplan in Pesch

Thema in der Ratssitzung : SPD und CDU wollen Bebauungsplan in Pesch

Für einen Bereich entlang der Liedberger Straße soll es einheitlichere Regeln für Neubauten geben.

Wenn sich am morgigen Donnerstag der Rat der Stadt Korschenbroich zu seiner nächsten Sitzung im Ratssaal trifft, wird es im öffentlichen Teil auch um die Aufstellung eines Bebauungsplans für einen Teil der Liedberger Straße in Pesch gehen. CDU und SPD haben einen gemeinsamen Antrag an die Verwaltung gestellt, für einen Abschnitt der Liedberger Straße ab Haus Schellen ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten – mit dem Ziel, einen Bebauungsplan für diesen Bereich aufzustellen. Konkret geht es um die Flurstücke 77 bis 92 südlich entlang der Straße.

„Wir wollen uns in dem Bereich, in dem jetzt noch eine Lückenbebauung möglich ist, für eine geregelte Bebauung einsetzen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Paul Jahny. Das bedeutet: Wenn kein Bebauungsplan vorliegt, ist ein Bauvorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt. SPD und CDU wollen aber eine einheitlichere Regelung. Und da es für eines der  Flurstücke an der Liedberger Straße bereits eine Bauvoranfrage gegeben habe, sehen CDU und SPD eine gewisse Dringlichkeit in der Sache.

„Wir wollen dieses Thema nicht auf die lange Bank schieben. Dann gibt es vielleicht irgendwann mehrere Architekten, die verschiedene Ideen haben. Da aber der kommende Planungsausschuss noch etwas weiter weg liegt, möchten wir, dass sich der Rat der Sache annimmt“, sagt Albert Richter. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD ist zugleich Mitglied des Planungsausschusses.

An besagtem Stück an der Liedberger Straße habe man es mit einer aufgelockerten, einzelnen Randbebauung mit einigen Altbauten zu tun. „Wenn es jetzt Interessenten für Flurstücke in dem Bereich gibt, wollen wir uns möglichst schnell die Gesamtsituation ansehen und städtebauliche Aspekte berücksichtigen“, sagt Richter. Es gehe dabei nicht darum, Wohnungsbau zu verhindern. „Aber Nachbarn und Anwohner in diesem Gebiet interessiert es sicherlich, was dort passiert, etwa bei den Themen Parkplatzsituation oder anderer Verdichtungen. Sie mit ihren Sorgen und Fragen einzubeziehen, gehört bei dem Bebauungsplanverfahren dazu“, sagt Richter.

Für den stellvertretenden Bürgermeister ist dies „ein öffentliches, transparentes Verfahren, das Fehlentwicklungen verhindern soll“. Deswegen soll damit auch nicht bis zum Planungsausschuss am 9. April gewartet werden.

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