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Korschenbroich: SPD nominiert Monika Stevens als Bürgermeister-Kandidatin

Kommunalwahlen in Korschenbroich : SPD kürt Monika Stevens offiziell zur Kandidatin

Am Montag wählten die Sozialdemokraten die Herrenshofferin offiziell zu ihrer Bürgermeisterkandidatin. Der Stadtverbandsvorsitzende Udo Bartsch lobte Stevens als „Sozialdemokratin mit Herz und Verstand“.

Seit Montagabend steht es endgültig fest. Monika Stevens soll für die SPD als Bürgermeister-Kandidatin antreten. Alle 19 Teilnehmer der Mitgliedervollversammlung stimmten für Stevens’ Kandidatur.

„Monika ist eine Sozialdemokratin mit Herz und Verstand und dabei absolut authentisch“, hatte der Stadtverbandsvorsitzende Udo Bartsch zuvor für Stevens geworben. In ihrer Bewerbungsrede kam die 52-jährige Herrenshofferin auf das, wie sie sagt, „sehr gute“ Wahlprogramm der SPD zu sprechen, allerdings ebenso auf bundespolitische Themen. „Die Ereignisse von Thüringen haben gezeigt, dass es nicht darum gehen darf, parteitaktische Spielchen zu spielen“, sagte sie.

Auch in der anschließenden Mitgliederhauptversammlung ging es zunächst um personelle Fragen. Nach dem plötzlichen Tod von Frank Wagemann musste die SPD gleich zwei Stellvertreter-Posten im Stadtverband neu besetzen. Mit Marcel Knuppertz und Denis Teppler-Lenzen wurden die beiden vorgeschlagenen Nachfolge-Kandidaten ohne Gegenstimme gewählt. Die somit freiwerdenen Beisitzerposten übernehmen künftig Lena Mayer und Vera Kirchhoff.

Es wurde jedoch auch thematisch diskutiert. Über das „Handlungsprogramm der SPD Korschenbroich für die Jahre 2020 bis 2025“. Bartsch teilte allerdings zunächst noch einen politischen Seitenhieb aus. „Wir bieten keine Schaufensterpolitik an wie andere, die nur auf ein Thema fokussiert sind“, sagte er. Ohne die Grünen beim Namen zu nennen.

Gleich zu Beginn ihres Programmentwurfs stellen sich die Sozialdemokraten dabei selbst ein Zeugnis aus. „Das kann sich sehen lassen“, sagte Bartsch. 2014 hatte die SPD neun zentrale Ziele für die folgenden Jahre ausgerufen. Fünf, so das Fazit, hätte sie in den vergangenen Jahren erreicht, bei drei der Punkte teilweise Erfolge gefeiert. Lediglich bei einem ihrer neun Ziele seien die Sozialdemokraten gescheitert: Es gebe weiterhin im Rahmen der Offenen Ganztags kein kostenfreies Mittagessen für die Kinder.

Im Mittelpunkt des Programms für die kommenden Jahre steht die Frage des Wohnraums in Korschenbroich. Mit dem Bereich „Gutes Wohnen“ beginnt auch der 15-seitige Entwurf, der am Montag diskutiert wurde. Der Ortsverein Kleinenbroich hatte mehrere Änderungsanträge vorgebracht, die jedoch an der thematischen Ausrichtung des Programms nichts änderten. Bei einer Enthaltung wurde der Entwurf von der Versammlung einstimmig angenommen.