Korschenbroich: So laufen die Arbeiten in Kleinenbroich und Niers-Aue

Korschenbroichs große Neubaugebiete : 50 Baugenehmigungen in Kleinenbroich

Die ersten Häuser im Neubaugebiet an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße sind bereits im Bau. Einige Grundstücke für Mehrfamilienhäuser werden noch vermarktet. Und an der Niers-Aue laufen die Arbeiten derzeit an rund 120 Häusern.

Wer auf der Internetseite der Stadt den Bereich “Bauen & Immobilien“ auswählt, erhält als Erstes die Unterkategorie Baugebiete. Und das aus gutem Grund: Korschenbroich gilt als beliebter Wohnstandort und wächst kontinuierlich – derzeit vor allem in den beiden großen Neubaugebieten Niers-Aue sowie in Kleinenbroich westlich der Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Bei Letzterem ist mittlerweile auch sichtbar, dass kräftig gebaut wird. Doch wie ist der Stand in den Neubaugebieten konkret?

Mehr als ein halbes Dutzend Häuser an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße befindet sich bereits im Bau, insgesamt sind laut Stadtverwaltung schon etwa 50 Baugenehmigungen erteilt oder stehen kurz vor der Genehmigung. Zudem sind alle städtischen Grundstücke verkauft – bis auf sieben Grundstücke, die mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden können. Eines davon will die Stadt im Zusammenhang mit dem öffentlich geförderten Wohnungsbau selbst bebauen, für den Rest soll im Laufe des Jahres mit der Vermarktung gestartet werden. Seitens der Stadt sind alle Erschließungsarbeiten zur Erstellung der Entwässerung und der Baustraße in dem Kleinenbroicher Neubaugebiet abgeschlossen. „Dort werden die Arbeiten für den Endausbau wieder aufgenommen, wenn ein Großteil der einzelnen Häuser fertiggestellt ist“, sagt der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach.

In der Niers-Aue sind die Arbeiten schon wesentlich weiter fortgeschritten. Etwa 30 Häuser sind bereits fertig, auf rund 120 Grundstücken wird derzeit gebaut. Und sowohl die Tiefgarage für die Riegelbebauung entlang der L 31, an der 70 Wohneinheiten entstehen, als auch der große Lärmschutzwall im Norden des Gebiets nehmen Formen an. Trotzdem werde es laut Stadt noch ein bis zwei Jahre dauern, bis alle Arbeiten im ersten Teil des Baugebietes abgeschlossen sind. Immerhin habe es bislang keinerlei böse Überraschungen in Form von nicht erwarteten Altlasten oder Bombenfunden gegeben.

Entgegen der ursprünglichen Planung, die Beleuchtung erst im Zuge des Endausbaus fertigzustellen, wurde dieser Schritt nun vorgezogen – wenngleich diese in Teilen jetzt noch fehlt. Ebenso sollen die fußläufigen Verbindungswege zum Anschluss an die Gilleshütte früher fertiggestellt werden. In beiden Fällen hatte es Anregungen von den ersten Bewohnern im Baugebiet gegeben. Diese haben sich frühzeitig in einem eigenen Verein vernetzt – auch um ihre Interessen gegenüber der Stadt zu vertreten. So waren die noch fehlenden Fußwege zwischen den Grundstücken oder durch den Bau-Verkehr entstandene Schäden an den Randsteinen bereits Thema bei den Bauherren. Nicht immer sei eine kurzfristige Lösung möglich, heißt es vonseiten der Stadt. Im Großen und Ganzen bestehe aber ein gutes Verhältnis zu den Bauherren und dem Erschließungsträger.

Das zweite Areal in der Niers-Aue soll in acht Jahren erschlossen werden. In Sachen Nachfrage hat die Stadt keine genaue Zahl. Es gebe aber eine lange Liste an Bauherren, die Interesse an einem Baugrundstück im Stadtgebiet haben.

Mehr von RP ONLINE