Korschenbroich: Schützen enthüllen Denkmal im Schützenpark

Brauchtums- und Heimatpflege : Schützen enthüllen Denkmal im Park

Per Festakt wurde jetzt eine Holz-Kunststoff-Gedenktafel enthüllt, auf der sämtliche Schützen seit 1949 verzeichnet sind – und Platz für zukünftige Könige bis zum Jahr 2037 ist. Gepflegt wird die Tafel vom Jägerzug „57-59 Spätlese“.

Unterstützt vom Tambourcorps „Blüh‘ auf Glehn“ und im Beisein viel lokaler Prominenz wie Korschenbroichs Vize-Bürgermeister Hans-Willi Türks, gab es jetzt ein Königstreffen der besonderen Art: 28 der noch lebenden 70 Schützenkönige seit 1949 – darunter Toni Engels, mit seinen 88 Jahren immer noch der älteste aktive Schütze im Regiment – trafen sich anlässlich der Enthüllung einer Gedenktafel. Die stattliche Holz-Kunststoff-Gedenktafel mit den Namen und Regierungsjahren sämtlicher Glehner Könige seit 1949 steht in Ortsmitte im Schützenpark in unmittelbarer Nähe des Gildebaums.

„Dieses Denkmal ist ein Dankeschön und eine Erinnerung an unsere Könige, die in ihr Königsjahr stets viel Energie und unglaubliche Kreativität stecken“, erklärte Schützenpräsident Thomas Coenen, der im Jahr 2008 selbst König war, in seiner Festrede und betonte: „Unsere Könige bringen sich immer nach Kräften ins Dorfgeschehen ein und wir können froh sein, dass wir noch Könige haben – lediglich zum Schützenfest 2014 und 2016 mussten wir ohne König sein.“

Der Schützenchef dankte allen, die sich aktiv in das „Projekt Königsdenkmal“ eingebracht hatten – etwa Stephen Hendy, der ehemalige Schützenkönig von 2010, der Ideengeber für die Erinnerungstafel gewesen war und als Organisator des Projektes gemeinsam mit seinem Jägerzug „Mer halde Pohl“ nun bei größter Hitze das Fundament gesetzt hatte.

Dankende Worte fand Coenens ebenso für den Schützenkönig anno 2018, Hans-Dieter Breuer, dessen Vater bereits im Jahr 1983 als „Willi II. Breuer“ in die Annalen des Schützenvereins eingegangen war. Hans-Dieter Breuer hatte nicht nur das Edelstahlgestell für die Holz-Kunststoffplatte gesponsert. Ebenso lieferte er Entwurf, Konstruktionspläne sowie eine Visualisierung des Werks. Damit konnte der Schützenchef dann bei der Stadtverwaltung die Genehmigung zur Errichtung des zweieinhalb Meter breiten und zwei Meter hohen Denkmals einholen.

Maßgeblich involviert ins Projekt war auch Ex-König Hans-Wilhelm I. Lenders (2001), dessen Vater als „S.M. Karl I. Lenders“ im Jahr 1964 als Schützenkönig seinen Beitrag zur Fortschreibung der Heimatgeschichte von Glehn beitrug. Und ohne Unterstützer wie die Firmen Klaus Drillges und Christoph Busch wäre manches nicht realisierbar gewesen.

Die Wahl des Standortes am Gildebaum im Schützenpark sowie die feierliche Enthüllung am Sonntag war eine Punktlandung, wie Hermann Buchkremer die Gäste erinnerte: „Vor genau 19 Jahren hat unser früherer Pfarrer Johannes Istel hier im Schützenpark den Gildebaum eingeweiht.“

Auf der Gedenktafel ist übrigens Platz für Schützenlönige bis zum Jahr 2037. Die Jahreszahlen sind bereits angebracht. Und für die Pflege der Schützentafel hat sich bis auf weiteres der Jägerzug „57-59 Spätlese“ bereit erklärt. Schützenchef Thomas Coenen freute sich: „Das alles ist ein Teamwork, wie es unseren Heimatort Glehn auszeichnet.“

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