1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Korschenbroich: Sanierung der Pfarrkirche St. Dionysius Kleinenbroich

Sanierung der Pfarrkirche St. Dionysius Kleinenbroich : Mächtig viel Staub aufgewirbelt im Gotteshaus

Die umfassende Sanierung der Pfarrkirche St. Dionysius geht in die letzte Runde. Knapp 20 Mitglieder des Kirchenbauvereins Kleinenbroich haben dafür das Gotteshaus ausgeräumt.

Knapp 20 Mitglieder des Kirchenbauvereins Kleinenbroich trugen nicht nur wegen Corona Mund- und Nasenschutz: Es staubte gewaltig in dem Gotteshaus, schweres Gerät wie Bohrer wirbelte mächtig Staub auf. Der Grund für so viel geschäftiges Treiben: Die umfassende Sanierung der Pfarrkirche St. Dionysius geht in die letzte Runde.

Angefangen hatte alles vor rund zehn Jahren mit der Stabilisierung des Glockenturms. Im Rahmen der bevorstehenden Arbeiten werden Böden zum Teil erneuert. Außerdem soll die Kirche erstmals in ihrer rund 100-jährigen Geschichte einen komplett neuen Innenanstrich bekommen. Die Helfer vom Kirchenbauverein trafen sich am Sonnabend bereits zum dritten Handwerkertag. Sie erledigten Vorarbeiten, um Kosten zu sparen. Der Vereinsvorsitzende Thomas Goldmann beziffert die Einsparungen mit rund 30.000 Euro. Die professionell durchzuführenden Sanierungsarbeiten werden rund 700.000 Euro kosten. Die Arbeiten sollen so rechtzeitig beendet sein, dass zum ersten Advent der erste Gottesdienst in der frisch renovierten Kirche erfolgen kann.

An einer Säule ist exemplarisch zu sehen, wie die Kirche künftig von innen aussehen wird, nämlich deutlich heller und freundlicher. Die Kirchenbänke wurden bereits fortgeschafft. Thomas Goldmann freut sich, dass Bürgermeister Marc Venten dem Verein Lagerkapazitäten in einer Halle im Glehner Gewerbegebiet zur Verfügung gestellt hat. Goldmann lobt das gute Verhältnis zur Stadt.

Und um ehrenamtliche Helfer muss er sich auch keine Sorgen machen: „Einige Mitglieder der Bundesschützenkapelle Kleinenbroich machen mit, ebenso wie Leute aus dem Kirchenvorstand wie Bernhard Schlüter, und mit seinen zwölf Jahren ist Ben Zimmer der jüngste Helfer.“ Der Job, eine Schubkarre voller Bauschutt in einen der beiden Container zu befördern, war für den Jungen noch zu anstrengend. Die Erwachsenen nahmen auf den letzten Metern Anlauf, um Schwung zu bekommen für die Steigung in Form eines Brettes. Es war ein schweißtreibender Job, besonders für Tobias Post und Sebastian Goldmann, die mit dem Boschhammer alte Bodenbeläge lösten.

Sein Vater Thomas Goldmann weiß, dass die Profis in den kommenden Monaten viel zu tun haben werden: „Im Gewölbe müssen Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden, im Innenraum der Kirche werden Gerüste aufgebaut. Den Anstrich wird ein Fachmann ausführen, der sich auf Kirchen spezialisiert hat.“

Längst steht fest, dass einige Kirchenbänke so marode sind, dass sie ersetzt werden müssen. Die Orgel ist bereits eingehaust worden. Sie wird anschließend gründlich gereinigt. Predigtstuhl und Hochaltäre wurden mit Plastikfolie geschützt. Die Kreuzweg-Bilder und anderes Inventar wurde zwischengelagert.