Korschenbroich: Redebedarf im Ausschuss zu Bebauungsplänen

Politik in Korschenbroich : Ausschuss diskutiert über Bebauungspläne

Im Ausschuss für Stadtentwicklung geht es am heutigen Dienstag wieder um Projekte, die Bürger, Politik und Verwaltung seit längerem beschäftigen. Das gilt vor allem für die Pläne Raderbroich und Am Hommelshof.

Es gibt weiterhin Rede- und Diskussionsbedarf: In der ersten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege nach der Sommerpause wird es am heutigen Dienstag (Beginn: 18 Uhr) wieder um einige Bebauungspläne auf Korschenbroicher Stadtgebiet gehen, die Politik, Verwaltung und Bürger auch schon im Frühjahr beschäftigt haben. Wir geben einen Überblick über die Projekte, die Thema sein werden.

Raderbroich Schon seit mehr als zwei Jahren beschäftigen sich Stadt und Politik mit einem Baugrundstück in Raderbroich, auf dem ein Einfamilienhaus entstehen soll. Bei der Offenlage gingen zahlreiche Anregungen aus der Öffentlichkeit ein, bei denen es vor allem um die Zufahrtssituation ging. Denn alle drei Straßen, über die eine Zufahrt möglich ist – Nöhlenweg, Holzweg und Flachsbleiche –, sind sehr schmal. Auf der Grundlage der Anregungen hat sich der Ausschuss letztlich dazu entschieden, die Zufahrt über die Flachsbleiche vorzubereiten. Zur entsprechenden Änderung des Bebauungsplans gehört auch, die Straße zu verbreitern. Aktuell scheint dies aber nicht möglich zu sein, weil laut Stadt Grundstückseigentümer dafür nötige Teilflächen nicht veräußern wollen. Nun soll mit dem neuen Stand eine erneute Offenlage durchgeführt werden.

Am Hommelshof Für ein noch unbebautes Gebiet an der Straße Am Hommelshof, auf dem ein Investor den Bau mehrerer Doppelhaushälften sowie einiger Reihenhäuser plant, gab es im Sommer eine Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Zuvor hatte der Ausschuss entschieden, dass die Anzahl der geplanten Wohneinheiten von 15 auf 13 reduziert wird. Geplant sind darüber hinaus eine Lärmschutzwand zwischen Wohngebiet und der L381 und ein breiterer Gehweg an der Straße Am Hommelshof. Mehrere Stellungnahmen seien nun laut Verwaltung aus der Öffentlichkeit eingegangen, zumeist sei die Verkehrssituation das Thema gewesen. „Die Befürchtungen einer Verschlechterung der Situation wird jedoch seitens der Stadt nicht gesehen, da neben dem neuen Wohngebiet auch zusätzliche öffentliche Parkplätze errichtet werden sollen“, heißt es in der Begründung. Im Ausschuss wird nun über die eingegangenen Stellungnahmen beraten.

Carbonnestraße  Nach fünf Jahren Unterbrechung wird nun ein Projekt in Kleinenbroich wieder aufgegriffen. Aufgrund von immissionsschutzrechtlichen Konflikten war die Planung eines Wohngebietes auf einer brachliegenden Fläche von etwa 11.000 Quadratmetern an Bahnhofsstraße und Holzkamp nicht mehr weiter verfolgt worden. Nun wird sie wieder aufgenommen, so dass jetzt der Ausschuss zu einem modifizierten Konzept mit einer Mehrfamilienhausbebauung über die Offenlage beraten wird. Es geht dabei um sieben Mehrfamilienhäuser sowie die Angebotsplanung für ein weiteres Gebäude.

Westliches Gemeindegebiet Ein Beteiligungsverfahren soll es nun auch für einen alten Bebauungsplan im Stadtteil Pesch geben. Im Eckbereich der Zalfenstraße soll für einen Neubau die dort bereits bestehende Straßenrandbebauung zugelassen werden. Zudem soll im Plangebiet eine Zweigeschossigkeit im rückwärtigen Gartenbereich erlaubt werden.

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