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Korschenbroich: Rat stimmt für Bebauungsplan an Liedberger Straße

Dringlichkeit durch Bauanfrage : Korschenbroicher Stadtrat stimmt für Bebauungsplan an der Liedberger Straße

Ein Investor plant den Bau eines Mehrfamilienhauses mit 15 Wohneinheiten an der Liedberger Straße. Doch Politik und Verwaltung wollen zunächst einheitlich regeln, was in dem Bereich künftig städtebaulich erlaubt ist.

Es ist eine konkrete Bauvoranfrage in Pesch, die Rat und Stadtverwaltung in den vergangenen Tagen beschäftigt hat. Auf zwei Flurstücken südlich entlang der Liedberger Straße plant ein Investor, ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 15 Wohneinheiten zu errichten. Die Fraktionen CDU und SPD haben deswegen die Verwaltung beauftragt, für einen Abschnitt von insgesamt 16 Flurstücken an der Liedberger Straße ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten, um einen Bebauungsplan aufstellen zu können. Der Beigeordnete Georg Onkelbach hatte bereits einen Beschlussvorschlag vorbereitet, der vom Rat bei dessen Sitzung am vergangenen Donnerstag ohne Gegenstimme angenommen wurde.

„Es handelt sich bei den Flurstücken um eine besondere Lage, bei der wir einheitlich regeln wollen, was zukünftig möglich ist“, erklärte Andreas Heidemann (CDU) den Schritt der beiden Fraktionen. Der Rat machte damit „aufgrund einer gegebenen Dringlichkeit“ von seinem Rückholrecht Gebrauch, anstelle des eigentlich zuständigen Planungsausschusses aktiv zu werden. Auf die Frage des Ratsmitglieds Bernd Makowiack (ULLi/Zentrum), welche Dringlichkeit in diesem Fall bestehe, antwortete Onkelbach: „Das Bauprojekt muss genehmigt werden, deswegen können wir nicht bis zum nächsten Planungsausschuss warten. Dann würden wir etwas durchwinken, was vielleicht Begehrlichkeiten bei anderen Investoren weckt. So können wir den Antrag aber zurückstellen und in Ruhe schauen, welche städtebauliche Neuordnung wir dort wollen. So beugen wir einer Entwicklung vor, die aus dem Ruder laufen könnte.“

Der Rat der Stadt nahm auf seiner Sitzung auch den Darlehensbericht zum 31. Dezember 2018 zur Kenntnis. Demnach konnte aufgrund der derzeit guten Kassenlage ein Liquiditätskredit über 4 Millionen Euro zurückgezahlt werden. Die Summe der aufgenommenen Kassenkredite beträgt 40 Millionen Euro, der Kassenbestand zum 31. Dezember 2018 über 8,7 Millionen. „Allerdings sind dort die Kosten, die durch die Erschließung der Baugebiete anfallen, noch nicht abgerechnet“, sagt Stadtkämmerer Thomas Dückers.