Korschenbroich: Priester Philipp Schmitz feiert Primiz in St. Andreas

St. Andreas Korschenbroich : Die Primiz des Philipp Schmitz

Der Korschenbroicher feierte seine erste Messe in seiner Heimatpfarre St. Andreas.

Eine stattliche Eskorte an geistlichen Würdenträgern, darunter Domkapitular Monsignore Gregor Huben, Schützen und Messdiener begleiteten den neu geweihten Priester Philipp Schmitz auf seinem Weg zum Altar in St. Andreas. Hier ist seine Heimatpfarre, hier feierte der junge Geistliche eine Woche nach der Priesterweihe im Aachener Dom Primiz. Viele waren gekommen: darunter Korschenbroicher, die den heute 30-Jährigen als Messdiener an St. Andreas erlebten, und Gläubige der Gemeinde Aachen-Brand, wo Schmitz als Diakon wirkte. „Es ist für uns eine große Ehre, dass einer von uns sich auf den Weg gemacht hat, um sich in den Dienst nehmen zu lassen. Ich bitte dich, lieber Philipp, die Messe feierlich zu eröffnen“, forderte Pfarrer Marc Zimmermann den jungen Geistlichen auf. „Ich freue mich, mit euch zu feiern, meine Primiz und den Dreifaltigkeitssonntag“, wandte sich der Primiziant an die Gemeinde. Als Primiz-Spruch hatte er die Worte aus Paulus’ Brief an die Korinther gewählt: „Was hast du, das du nicht empfangen hättest?“

Festprediger Professor Reinhard Feiter von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Wilhelms-Universität Münster griff den Spruch in seiner Predigt auf, die auch eine Auseinandersetzung mit der Krise in der Kirche war. „Es ist alles andere als selbstverständlich, dass du dich in der gegenwärtigen Situation unserer Kirche zum Priester hast weihen lassen. Du bist jung, doch nicht zu jung, als dass du nicht übersehen könntest, was Priester Kindern, Jugendlichen und Ordensfrauen angetan haben“, sagte Feiter. Der Theologe thematisierte durch Machmissbrauch verursachte Resignation und Enttäuschung wie auch überhebliche Reaktionen. In dem von Schmitz gewählten Spruch erkannte er eine gute Botschaft, da das Wort nicht demütigend sei, sondern das Wunder von Pfingsten erkennen lasse in der Erkenntnis ,Ich bin nicht ich selbst, wenn ich versuche, alleine stark zu sein. Ich bedarf der Kommunikation’“. Feiter betonte: „Das Beste, das mir als Priester passieren kann, ist, wenn ich wie Jesus im Anderen den Glauben entdecke, der schon lebendig ist.“

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