Korschenbroich: Pilger sammeln Geld für Kirche St. Dionysius

Aktion in Kleinenbroich : Pilger spenden 3000 Euro für Kirche

Zum zweiten Mal nach 2016 organisierte der Kirchenbauverein St. Dionysius die Aktion in Kleinenbroich. Die Teilnehmer pilgerten von Kapelle zu Kapelle und spendeten. Das Geld ist für die Innensanierung der Kirche gedacht.

Für ihr Fazit blickten die Organisatoren des Kirchenbauvereins der Pfarrei St. Dionysius auch auf die Premiere zurück. 2016 hatten sie erstmals zur Aktion „Pilgern für St. Dionysius“ eingeladen. Nun gab es eine Neuauflage. Das Wetter war besser als vor drei Jahren, die Resonanz aber etwas geringer. In Zahlen ausgedrückt: Gut 100 Menschen pilgerten und spendeten zusammen rund 3000 Euro. Vor drei Jahren waren nicht zuletzt aufgrund einer Großspende von über 1000 Euro mehr als 4000 Euro zusammengekommen. Thomas Goldmann, Vorsitzender des Kirchbauvereins, kommentierte das Ergebnis so: „Wir sind mehr als zufrieden.“ Was er allerdings beklagte: „Im Gegensatz zum letzten Mal haben sich keine Gruppen angemeldet.“

Die Pfarrkirche fungierte als Ausgangs- und Endpunkt, dazwischen pilgerten die Teilnehmer von Kapelle zu Kapelle. In drei Zelten war Platz für die Pilger, auch jüngere Leute waren da und zeigten, dass auch sie an der Zukunft von St. Dionysius interessiert sind. Auch Familie Schmitz, bestehend aus Vater Christian (38), Mutter Sabrina (35) und Benedikt (2), nahm am Pilgern teil. Sabrina Schmitz ist Religionslehrerin. Das Paar beschloss spontan, für den kleinen Benedikt einen Mitgliedsantrag für den Kirchbauverein auszufüllen. Damit stieg die Zahl der Vereinsmitglieder von 156 auf 157. Ute und Max Neumann hatten die Enkelkinder Annabell und Carolin in einen Bollerwagen gesetzt, während Sophia mitmarschierte.

Helmut Kempen und Dieter Pilatus-Kempen empfingen die Besucher an der Antoniuskapelle: „Die Pflege dieser Kapelle ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagten sie. An der Maternuskapelle hatte Martin Corsten das Gefühl, seltener zum Stempel greifen zu müssen als vor drei Jahren. Rita Heinz wartete in der prachtvollen Maria-Hilf-Kapelle auf Pilger, vor der Marienkapelle hatte Peter Grotenrath Kaffee und Kuchen anzubieten.

„Ich finde den Einsatz des Kirchbauvereins großartig und hoffe, dass wir bald die Innensanierung von St. Dionysius angehen können“, sagte Pfarrer Marc Zimmermann. Im Mittelpunkt wird dabei ein neuer Anstrich stehen, die Gesamtkosten wurden mit etwa 600.000 Euro kalkuliert. Die Zeit drängt, denn 2022 wird die Kirche 150 Jahre alt – dann soll sie in neuem Glanz erstrahlen. Goldmann geht davon aus, dass der Zuschuss des Bistums maximal 25 Prozent betragen wird. Der Grund: „Es handelt sich nicht um substanzerhaltende Maßnahmen.“

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