Korschenbroich: Pfarrvikar Schagen nimmt Abschied

GdG Korschenbroich : Pfarrvikar Schagen nimmt Abschied

Der Geistliche wird am 10. Oktober während einer Eucharistiefeier in Herz-Jesu Herrenshoff feierlich verabschiedet. Er war vor sieben Jahren aus Meerbusch in die Pfarrgemeinde St. Andreas gekommen.

Er gehört zum Pfarrteam von St. Andreas in Korschenbroich. Doch nur noch wenige Tage bleiben ihm im aktiven Dienst einer Gemeinde. Denn Pfarrvikar Hermann-Josef Schagen geht in den Ruhestand. Als er im Jahr 2012 von Meerbusch nach Korschenbroich versetzt wurde, fand er ein Stück Heimat wieder. „Als Kind bin ich oft mit dem Fahrrad zur Hannen-Brauerei gefahren. Am Eiscafé haben wir Station gemacht, und dann ging es durch das Hoppbruch zurück nach Hause. Hier haben wir Unges Pengste mitgefeiert“, erzählt der 64-Jährige.

Pfarrer Hermann-Josef Schagen geht in wenigen Tagen in den Ruhestand. Er bleibt in Korschenbroich wohnen. Foto: Ilgner Detlef (ilg)

Kindheit und Jugend verbrachte er in nahe gelegenen Odenkirchen. Mit dem Umzug nach Korschenbroich fand Hermann-Josef Schagen auch wieder die Zeit, an den „Klassentreffen“ der Ehemaligen teilzunehmen.  Als Pfarrvikar konzentriert er sich in der GdG-Korschenbroich frei von Verwaltungsarbeit auf den seelsorgerischen Dienst mit dem, was ein Pfarrer zu leisten hat, um den Mitmenschen nahe zu sein. Er übernimmt Taufen, Beerdigungen und Gottesdienste. Schagen besucht „gerne“ den GdG-Rat, um über Projekte und Entwicklungen informiert zu sein.

Am 10. Oktober wird der Pfarrvikar nun während eines feierlichen Gottesdienstes in der Kirche Herz-Jesu in den Ruhestand verabschiedet.  Beim anschließenden Empfang sollen ein paar Überraschungen auf ihn warten. „Ich lasse alles auf mich zukommen“, erzählt der Geistliche mit dem geselligen Naturell. Aus gesundheitlichen Gründen wird er anders als Pfarrer Alois Müller voraussichtlich nicht als Subsidiar weiterwirken. Doch er bleibt in Korschenbroich, er behält die Wohnung im Hannen-Zentrum. „Ich gehöre hierher und mag die Mentalität der Menschen. Heimat ist für mich da, wo man sich wohlfühlt, und gerade für den Ruhestand finde ich ein solches Gefühl wichtig“, sagt der 64-Jährige.

Über den künftigen Tagesablauf eines Pfarrers im Ruhestand macht er sich derzeit noch keine Gedanken. „Das wird der Alltag zeigen“, betont der Geistliche. Fest steht, dass er sich im kommenden Urlaub auf Pilgerfahrt mit den Europaschützen begibt - nun mit dem Blick aus einer anderen Warte. Denn jahrelang war Hermann-Josef Schagen bei Bistumsfahrten nach Lourdes im Kader der Pilgerleitung. Als die Pilgergruppen noch groß waren, reisten diese in Sonderzügen. „Mir hat jede Wallfahrt sehr viel gegeben, trotz der großen Anstrengung. Ich hatte die Kranken und Behinderten im Blick, habe gesehen, mit welchen Hoffnungen sich viele auf den Weg gemacht haben“, erzählt Schagen.

 Die längere Verweildauer der Zugfahrt entspricht seinem Pilgerverständnis eher als eine schnelle Flugreise. „Du bist dann zwar schnell da, aber nicht angekommen“, kommentiert er die unterschiedlichen Erfahrungen. Als persönliche Oase und „Kraftquelle“ bezeichnet Hermann-Josef Schagen das Nikolauskloster mit der Lourdes-Kapelle in unmittelbarer Nachbarschaft. Zurück von der Pilgerreise will er weiterhin sein Interesse an kulturellen Veranstaltungen pflegen. Während seiner Zeit in Meerbusch war Schagen am nahegelegenen Düsseldorf orientiert. Heute freut er sich über das Angebot in Sandbauernhof, „Gyko“ und im Kulturbahnhof. „Um das Kom(m)ödchen live zu sehen, brauche ich nicht nach Düsseldorf zu fahren. Die kommen auch hierher“ sagt er frohgemut.

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